Absage wegen Terrorgefahr für das OASG

Die letzten 12 Acts werden morgen bekannt gegeben.
Die letzten 12 Acts werden morgen bekannt gegeben. © (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Morgen beginnt der Ticket-Vorverkauf des Openairs St.Gallen. Dieses glänzt auch diesmal mit internationalen Grössen wie Radiohead und Mumford & Sons. Namhafte Bands zu finden, wird für die Veranstalter aber immer schwieriger. Und das nicht nur, weil die Musiker teurer werden. 

Traurig für Zürich: Das “Live at Sunset”-Festival fällt dieses Jahr aus. Ob das 1986 gegründete Musikfest jemals wieder stattfindet, ist ungewiss. Problematisch für die Festivals ist nicht nur, dass Bands immer höhere Gagen fordern. Wegen der Terrorgefahr verzichten laut “Live at Sunset”-Veranstalter Hanswalter Huggler amerikanische Bands auf Auftritte in Europa. “Dieses Jahr hat es auf den Booking-Lists 50 Prozent weniger US-Bands als sonst”, sagt er zu “watson“. Er sei sich sicher, dass der Anschlag auf den Rock-Club Bataclan in Paris am 15. November die amerikanischen Bands abhalte.

Eine Absage für das OASG

Das Openair St.Gallen kennt diese Problematik. Beim Booking gab es laut Mediensprecherin Sabine Bianchi “ein Problem” mit einer amerikanischen Band. Diese habe wegen der Terrorgefahr die Anfrage aus der Ostschweiz abgelehnt. Den Namen der Band gibt sie nicht bekannt. Die Openair-Veranstalter konnten aber dennoch amerikanische Bands wie Nathaniel Rateliff and the Night Sweats engagieren.

Bianchi betont, dass das bestehende Line-up nicht betroffen ist. Alle Bands, die zugesagt haben, werden im Sittertobel auftreten.

Hohe Gagen sind Hauptproblem

Die Terrorgefahr ist laut Bianchi aber nicht das Hauptproblem für das Openair St.Gallen. “Die hohen Gagen der grossen und mittlerweile auch mittleren Bands machen uns viel mehr zu schaffen”, sagt sie. Am diesjährigen Openair sind die grossen Headliner aus dem Ausland Radiohead und Mumford & Sons. Wieviel diesen Bands bezahlt wird, ist geheim. Huggler vermutet, dass das Openair St.Gallen für Radiohead 1 siebenstelligen Betrag ausgegeben hat.

Dass die Bands immer mehr kosten, zeigt sich bei den Ticketpreisen: 2014 kostete 1 Vier-Tages-Pass für das Openair St.Gallen 193 Franken, dieses Jahr muss der Festivalgänger bereits 225 Franken hinblättern.

(lak)


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