«Weihern Openair» dreht Bühne Richtung Wald

Das Weihern Openair ist nicht gerade für die Lautstärke bekannt.
Das Weihern Openair ist nicht gerade für die Lautstärke bekannt. © Urs Bucher/St.Galler Tagblatt Archiv
Beim «Weihern Openair» im vergangenen September kam es zum Streit zwischen der St.Galler Polizei und den Veranstaltern. Dies, weil die Polizisten drohten, die Veranstaltung wegen Lärmklagen abzubrechen. Erst jetzt wissen die Veranstalter, woher die Klagen kamen.

Wie viele Lärmklagen während des «Weihern Openair 2016» eingegangen sind, war lange nicht klar. Darüber ärgerte sich vor allem der Gründer des Festivals, Dario Aemisegger. «Es hat immer nur geheissen, es seien ganz viele», sagt er. Inzwischen ist klar: Als die Polizisten damit drohten, die Veranstaltung abzublasen, war eine Klage eingegangen. Sieben weitere folgten im Verlauf des Festivals. Sie kamen alle aus Notkersegg und der Flurhofstrasse.

Mit den Klägern konnte Aemisegger nicht persönlich sprechen: «Sie blieben alle anonym.» Er versucht aber, in diesem Jahr auf die Beschwerden einzugehen. «Wir werden die Bühne in Richtung Wald drehen, damit der Schall weniger in die betroffenen Regionen geht», sagt er.

Ansonsten werde Aemisegger aber keine weiteren Massnahmen umsetzen. «Wir sind bereits das ruhigste Festival in der Schweiz. Doch dass wir Lärm machen, ist klar und kann nicht vollständig vermieden werden.»

Mit der Polizei ist die Aufarbeitung inzwischen abgeschlossen. «Wir haben intensive, aber gute Gespräche geführt», erzählt Aemisegger. Diese hätten sich gelohnt, denn in Zukunft versuchen die Veranstalter, besser mit der Polizei zusammenzuarbeiten.

(Sheila Eggmann)


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