Weitere 38 Gemeinden gestoppt

Hauptsitz der Abacus in Wittenbach: Die Firma streitet sich mit St.Galler Gemeinden.
Hauptsitz der Abacus in Wittenbach: Die Firma streitet sich mit St.Galler Gemeinden. © (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Das St.Galler Verwaltungsgericht greift im Fall Abacus weiter durch: Es verhängt auf Gesuch der Wittenbacher Software-Firma superprovisorische Verfügungen gegen weitere 38 St.Galler Gemeinden.

Damit ist es nun total 66 St.Galler Gemeinden vorläufig untersagt, freihändig Aufträge an die Verwaltungsrechenzentrum AG St.Gallen (VRSG) zu vergeben.

Von Rheineck bis Zuzwil

Neu betroffen sind die Stadt Rheineck sowie die Gemeinden Amden, Andwil, Balgach, Benken, Berg, Bütschwil-Ganterschwil, Ebnat-Kappel, Eggersriet, Eichberg, Gommiswald, Häggenschwil, Hemberg, Jonschwil, Kaltbrunn, Lichtensteig, Lütisburg, Marbach, Mörschwil, Mosnang, Muolen, Niederbüren, Niederhelfenschwil, Oberbüren, Oberhelfenschwil, Oberuzwil, Pfäfers, Quarten, Rüthi, Schänis, St.Margrethen, Tübach, Waldkirch, Wartau, Weesen, Widnau, Wildhaus-Alt St.Johann und Zuzwil.

Bereits letzte Woche und diesen Montag hat das Verwaltungsgericht St.Gallen eine superprovisorische Verfügung gegen die Städte Altstätten, Gossau, Rapperswil-Jona, Rorschach, St.Gallen sowie die Gemeinden Au, Bad Ragaz, Berneck, Degersheim, Diepoldsau, Eschenbach, Flums, Gaiserwald, Gams, Goldach, Kirchberg, Mels, Oberriet, Rorschacherberg, Sargans, Schmerikon, Sennwald, Sevelen, Steinach, Uznach, Uzwil, Vilters-Wangs und Wittenbach erlassen.

“Systematisch ausgeschlossen”

Der Streit zwischen der Wittenbacher Softwarefirma und den St.Galler Gemeinden dauert schon an. Geschäftsführer Claudio Hintermann wirft den Gemeinden Unregelmässigkeiten bei der Softwarebeschaffung vor. “Wir sahen uns gezwungen, gegen diese Gemeinden vorzugehen, da der Beschaffungsmarkt für IT-Dienstleistungen der öffentlichen Hand im Kanton St.Gallen nicht funktioniert. Unternehmen werden als Lieferanten für Gemeindesoftware systematisch ausgeschlossen”, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. (pd/red)


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