Weitere Rücktritte bei US-Demokraten wegen E-Mail-Affäre

Sein Netzwerk sorgt für ein Köpferollen bei den US-Demokraten: Wikileaks-Gründer Julian Assange. (Archivbild)
Sein Netzwerk sorgt für ein Köpferollen bei den US-Demokraten: Wikileaks-Gründer Julian Assange. (Archivbild) © KEYSTONE/EPA EFE/MARIO RUIZ
Die Affäre um gehackte E-Mails der US-Demokraten hat weitere personelle Konsequenzen. Die Geschäftsführerin des Parteivorstands, Amy Dacey, sowie Kommunikationschef Luis Miranda traten am Dienstag zurück.

Auch der Finanzvorstand, Brad Marshall, legte sein Amt nieder, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf eine Stellungnahme der Partei berichteten. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte vor einigen Tagen fast 20’000 gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes DNC veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass das Führungsgremium im Vorwahlkampf Hillary Clinton favorisierte und gegen ihren Rivalen Bernie Sanders agierte.

In einer E-Mail, in der Marshalls Name als Absender auftaucht, wird Sanders religiöse Überzeugung gegen ihn ins Spiel gebracht. Demnach wurde unter anderem darüber spekuliert, dass der linke Demokrat als mutmasslicher Atheist in Südstaaten nicht so gut ankommen dürfte.

Die Parteichefin Debbie Wasserman Schultz trat in Folge der Affäre in der vergangenen Woche zurück. Die Partei und IT-Experten beschuldigen Russland, hinter dem Angriff zu stehen und sich so zugunsten des Republikaners Donald Trump in den Wahlkampf einzumischen. Der Kreml wies das zurück. Wikileaks-Gründer Julian Assange wollte nicht sagen, wer die E-Mails gehackt hat. “Ich bin Journalist und ich gebe meine Quellen nicht preis”, sagte er dem Sender CNN.

(SDA)


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