Weiterer Rücktritt im Gemeinderat Teufen

Gemeindepräsident Walter Grob bei der Infoveranstaltung vom November.
Gemeindepräsident Walter Grob bei der Infoveranstaltung vom November. © Maja Bretscher TVO
Im Zuge der Teufner Entschädigungsaffäre kommt es zu einem weiteren Rücktritt aus dem Gemeinderat. Nach Oliver Hofmann, Daniel Schiro und Martin Ruff hat nun auch Susanne Lindemann-Zeller ihren Rücktritt erklärt.

Am Dienstag, 10. November, kam es an der Infoveranstaltung des Teufner Gemeinderates zum Knall: Gemeinderat Oliver Hofmann ergriff das Wort und gab bekannt, dass er den Gemeinderat per Ende Mai 2016 verlassen werde. So auch seine Amtskollegen Daniel Schiro und Martin Ruff, welche sich ebenfalls wegen der Entschädigungsaffäre aus dem Gemeinderat verabschieden.

Wie die Gemeinde Teufen nun mitteilt, wird auch Susanne Lindemann-Zeller, die Präsidentin der Baukommission, aus dem Gemeinderat ausscheiden. Damit verbleiben noch Gemeindepräsident Walter Grob, Vizepräsidentin Ursula von Burg-Hess, die Gemeinderäte Markus Bänziger, Martin Hofstetter und Roger Stutz im Amt. Die Ergänzungswahlen finden am 3. April 2016 statt.

Die Entschädigungsaffäre wurde Anfang Oktober publik. Gemeinderatsmitglieder sollen grosszügig Pauschalstunden verrechnet und unberechtigte Zahlungen entgegengenommen haben. Zu diesem Schluss kam die Geschäftsprüfungskommission (GPK). Unter anderem hat ein Gemeinderat zwei Stunden für den Besuch einer Hochzeitsfeier einer Gemeindemitarbeiterin verrechnet.

Ein anderer hat wöchentlich zwei “pauschale” Stunden aufgeschrieben. Für das Projekt Zeughaus erhielt er 2012 pauschal 4800 Franken. Diese Pauschale erhielt er noch Monate nach Abschluss der Arbeitsgruppe. Die Missstände seien von der Geschäftsprüfungskommission mehrmals gemeldet worden, der Gemeinderat habe aber von Verbesserungen abgesehen.

(red.)


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