Frankreich, Spanien und Belgien als Sieger der Prestige-Duelle

Frédéric Veseli (rechts) spielt seit diesem Sommer mit Lugano in der Super League - hier im Zweikampf mit Thuns Roman Buess
Frédéric Veseli (rechts) spielt seit diesem Sommer mit Lugano in der Super League - hier im Zweikampf mit Thuns Roman Buess © KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY
Weltmeister Deutschland verliert im Finalstadion der EM 2016 gegen Gastgeber Frankreich 0:2. Mit dem gleichen Resultat unterliegt England in Spanien.Das Motto “Testen, sehen, probieren” mit einer neuen Formation (3-4-3) von Trainer Joachim Löw ging daneben.

Deutschland verlor erstmals in der neunjährigen Amtszeit von Löw dreimal in einem Jahr ohne Turnier. Olivier Giroud nach sensationeller Vorarbeit von Anthony Martial (45.) und der eingewechselte André-Pierre Gignac trafen für Frankreich.

Überschattet wurde die Partie im Stade de France von Nachrichten über eine Schiesserei in Paris und Zwischenfälle im Bereich des Stadions. Nach ersten Angaben wurden mindestens 18 Menschen getötet. Im Stadion waren um die 20. Minute Explosionen zu hören, Helikopter kreisten über der Arena.

Der Schweizer EM-Qualifikationsgegner England kassierte erstmals seit dem Vorrunden-Out an der WM 2014 wieder eine Niederlage. 12 der letzten 14 Spiele, darunter sämtliche zehn in der Qualifikation, hatten die “Three Lions” gewonnen. Gegen Spanien boten die Engländer in Alicante eine biedere Vorstellung und unterlagen 0:2. Für Begeisterungsstürme sorgte derweil ein Einheimischer. Mario Gaspar brachte die Spanier mit einem sehenswerten Seitfallzieher in Führung. Bemerkenswert war das darum, weil Gaspar ein Aussenverteidiger (von Villarreal) ist und im zweiten Länderspiel zum zweiten Mal traf. Das 2:0 gelang dem früh ins Spiel gekommenen Santi Cazorla.

Belgien setzte im ersten Spiel als Weltranglisten-Leader ein weiteres Ausrufezeichen. Die zum erweiterten Favoritenkreis für die EM zählenden “Roten Teufel” bezwangen Italien trotz frühem Rückstand. Schlusspunkt war das 3:1 durch den drittbesten Ligue-1-Torschützen Michy Batshuay von Marseille in der 83. Minute. Italien musste erstmals seit 29 Spielen und seit Juli 2013 am Confederations Cup wieder drei Treffer hinnehmen.

Debüt von Veseli für Albanien

Mit Frédéric Veseli hat sich ein weiterer Super-League-Spieler entschieden, künftig das Dress von Albaniens Nationalteam zu tragen. Der bald 23-jährige Verteidiger von Aufsteiger Lugano gab beim 2:2 im Freundschaftsspiel gegen Kosovo sein Debüt für den erstmaligen EM-Teilnehmer. Der aus dem “Centre de Préformation” des Schweizerischen Verbandes in Payerne hervorgegangene und in sämtlichen SFV-Nachwuchsauswahlen eingesetzte Lausanner wurde nach 64 Minuten eingewechselt. Veseli war fast auf den Tag genau vor sechs Jahren Captain des Schweizer U17-Weltmeister-Teams. Danach wechselte er in den Nachwuchs von Manchester City.

Griechenlands Fehltritt in Luxemburg

Bereits in der EM-Qualifikationsgruppe F hatte Griechenland mit dem letzten Rang – unter anderem wegen zwei Niederlagen gegen die Färöer – einen himmeltraurigen Eindruck hinterlassen. Im ersten Spiel unter dem neuen Nationaltrainer Michael Skibbe (ex GC) liess der Europameister von 2004 die nächste Blamage folgen. Die Griechen verloren in Luxemburg 0:1, wobei sie den Treffer in der 91. Minute kassierten.

(SI)


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