Vierfachmord gibt weiter Rätsel auf

Auch drei Wochen nach der Bluttat im aargauischen Rupperswil gibt es von Seiten der Staatsanwaltschaft und der Polizei keine neuen Informationen über Täter und Tatmotiv. Das Bild zeigt Flugblätter zum Zeugenaufruf der Polizei. (Archivbild)
Auch drei Wochen nach der Bluttat im aargauischen Rupperswil gibt es von Seiten der Staatsanwaltschaft und der Polizei keine neuen Informationen über Täter und Tatmotiv. Das Bild zeigt Flugblätter zum Zeugenaufruf der Polizei. (Archivbild) © Keystone/WALTER BIERI
Auch drei Wochen nach der Bluttat von Rupperswil gibt es von Seiten der Aargauer Staatsanwaltschaft und der Polizei keine neuen Informationen über Täter und Tatmotiv. An der Jahresmedienkonferenz der Aargauer Polizei wurde das Thema nur am Rande behandelt.

“Wir hoffen alle, dass das grosse Engagement der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft bald erfolgreich sein wird und dass der oder die Täter dieser ruchlosen Tat ihrer gerechten Bestrafung zugeführt werden können”, sagte der Aargauer Justizdirektor Urs Hofmann (SP). Die Tat von Rupperswil habe viele Menschen im Kanton Aargau und in der ganzen Schweiz aufgewühlt und beunruhigt.

Im Kanton Aargau seien noch nie so viele Tötungsdelikte wie 2015 verzeichnet worden, zog Kripochef Markus Gisin Bilanz über das vergangene Jahr. Während im langjährigen Mittel 10 bis 12 Tötungsdelikte stattfänden, seien es letztes Jahr 20 gewesen; 14 vollendete und sechs versuchte.

Alle ausser dasjenige von Rupperswil hätten aufgeklärt werden können, sagte Gisin. Das letzte ungeklärte Tötungsdelikt im Kanton Aargau mit Ausnahme jenes von Rupperswil stammt laut Gisin von 2009.

Das Drama von Rupperswil hatte sich genau vor drei Wochen abgespielt. Was zunächst als harmloser Wohnungsbrand in einem Einfamilienhausquartier aussah, entpuppte sich als Gewaltverbrechen von einer besonderen Dimension und Brutalität.

Bei den Löscharbeiten wurden im Innern des Hauses vier Leichen gefunden. Schnell wurde klar, dass die vier Personen nicht Opfer der Flammen waren, sondern einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen waren.

Bei den Opfern handelte es sich um eine 48-jährige Frau, deren Söhne im Alter von 13 und 19 Jahren sowie die 21-jährige Freundin des älteren Sohnes. Alle wiesen Stich- oder Schnittverletzungen auf. Ein vorsätzlich gelegter Brand sollte die Spuren verwischen.

Weil die Tat mit äusserster Brutalität und vermutlich von mehreren Personen durchgeführt wurde, streckten die Aargauer Untersuchungsbehörden die Fühler auch international aus. Die vier Opfer wurden Ende letzter Woche unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt.

(SDA)


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