Weko büsst Klavierhändler wegen Preisabsprachen

Ein Flügel der Zürcher Hochschule der Künste in der ehemaligen Toni-Molkerei. (Archiv)
Ein Flügel der Zürcher Hochschule der Künste in der ehemaligen Toni-Molkerei. (Archiv) © Keystone/CHRISTIAN BEUTLER
Die Wettbewerbskommission büsst die Musikinstrumentehändler Musik Hug und AKHZ Management mit 528’000 Franken. Sie haben bei Klavieren und Flügeln der Hersteller Steinway & Sons und Grotrian-Steinweg Preisabsprachen getroffen und so gegen das Kartellrecht verstossen.

Musik Hug und AKHZ Management (ehemals Krompholz) vereinbarten untereinander Listenpreise und Rabatte für Flügel und Klaviere der beiden Hersteller. Bei der Absprache war auch die Firma La Bottega del Pianoforte beteiligt. Weil sie den Verstoss aber als erstes Unternehmen der Weko meldete, geht sie straffrei aus.

Die Hersteller selbst gaben keine Mindest- oder Festpreise vor, wie die Weko am Donnerstag mitteilte. Sie unterstützten die Preisabsprache aber durch das Drucken der vereinbarten Listenpreise. Die beiden Firmen verpflichteten sich in einer einvernehmlichen Regelung, das in Zukunft zu unterlassen.

Die Weko-Untersuchung geht auf eine Anfrage des Zürcher Hochbauamts von Ende November 2012 zurück. Die damaligen möglichen Kartellrechtsverstösse bestätigten sich nicht. Die Untersuchung förderte aber die Absprache von Listenpreisen und Rabatten zu Tage.

Das Zürcher Hochbauamt hatte seinen Verdacht in Zusammenhang mit der Beschaffung von Flügeln und Klavieren für die Zürcher Hochschule der Künste in der ehemaligen Toni-Molkerei gemeldet.

(SDA)


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