Weko ermittelt gegen Skihersteller Völkl und Fischer

Die Wettbewerbskommission untersucht, ob Völkl und Fischer Parallelimporte von Skis verhindert haben (Archiv).
Die Wettbewerbskommission untersucht, ob Völkl und Fischer Parallelimporte von Skis verhindert haben (Archiv). © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Die Wettbewerbskommission (Weko) hat gegen die Skihersteller Völkl und Fischer ein Verfahren eingeleitet. Anlass waren Meldungen von Händlern über Behinderungen von Parallelimporten durch die zwei Unternehmen.Der Streit zwischen Otto’s und dem Skihersteller Fischer zieht weitere Kreise.

Im Visier der Weko ist neuerdings nicht nur Fischer sondern auch Völkl. “Wir haben am letzten Donnerstag gegen Fischer Sports in Stettlen BE und Völkl in Baar ZG Verfahren eröffnet”, sagte Weko-Direktor Rafael Corazza auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Der Blick hatte am Donnerstag gemeldet, dass die Weko nun offiziell im Fall Fischer ermittelt. Bei den Verfahren handelt sich vorerst um Vorabklärungen. Sollten sie den Verdacht auf Verhinderung oder Behinderung von Parallelimporten bestätigen, leitet die Weko eine Untersuchung ein.

Ins Rollen kam der Fall Ende Oktober. Verschiedene Medien machten im Zusammenhang mit dem Verkauf von Fischer-Skis bei Otto’s einen Brief von Fischer Sports an Fachgeschäfte öffentlich, in dem das Unternehmen ankündigte, scharf gegen Parallelimport vorgehen zu wollen.

Otto’s hat im Ausland Fischer-Skis eingekauft und sie in der Schweiz günstiger als der Fachhandel angeboten. Fischer hat daraufhin gemäss diesem Brief die Belieferung des ausländischen Lieferanten eingestellt. Woher die Hinweise auf ein ähnliches Vorgehen von Völkl stammen, gibt die Weko nicht bekannt.

(SDA)


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