Welcher dieser Katertypen bist du?

Von Dumeni Casaulta
Verkatert in den Kleidern aufgewacht? Welcher Katertyp bis du? (Symbolbild)
Verkatert in den Kleidern aufgewacht? Welcher Katertyp bis du? (Symbolbild) © Scott Barbour/Getty Images
Na, gestern einen über den Durst getrunken? Dann fühlst du dich bestimmt wie einer dieser neun Katertypen. Gar nichts getrunken und einen klaren Kopf? Vorbildlich! Diese Katertypen kennst du aber bestimmt auch.

1. Der Medikamentenschrankplünderer

Es ist ein Feuerwerk. Oder doch eine Schlagbohrmaschine? Im Kopf dieser Gattung spielen sich üble Sachen ab. Der Magen rumort, abgerundet durch saures Aufstossen. Ebenfalls ins Stottern geraten ist der “Darm-Motor”. Flatulenz ist da noch das kleinste Übel. Wie es der Gattungsname bereits erahnen lässt, rennt dieser Typus deshalb erst Mal zum Medikamentenschrank und haut alles rein was geht: Alkaselzer, Dafalgan, Rennie, MCP, Motilium, gefolgt von einer Multivitamin-Brausetablette. Danach geht es besser. Oder man meint es zumindest.

 

2. Der stoisch Aushaltende

Auch bekannt als der “Wer-saufen-kann-kann-auch-aufstehen” Typ. Richtig wohl fühlt er sich nicht, er lässt sich aber nichts anmerken. “Da muss ich jetzt halt durch”, sagt er sich. Sein Tagesprogramm passt er nicht an, irgendwann wird der Kater schon vorbei gehen. Diese Gattung trifft sich gerne mit dem “Ja-zum-Tag-sager” und freut sich darüber, dass es diesem schlechter geht.

3. Der Aktive

Flauer Magen und Kopfschmerzen können ihn nicht aufhalten. Das Rezept gegen den Kater ist für diesen Typus Bewegung. Egal wie, egal wo. Scheint die Sonne? Also los, Wanderschuhe montieren und ab in die Berge – Alkohol rausschwitzen. Wahlweise tun es auch die Joggingschuhe und eine Runde um den Block. Regnet es wie aus Eimern holt “der Aktive” die Plastikhandschuhe aus dem Schrank und fängt an zu putzen, wie ein wilder. Hauptsache Bewegung, Bewegung und nochmals Bewegung. Das Gift muss raus!

4. Der “Alles-muss-mit-Käse-überbacken-sein” Typ

Auch bekannt als “Fast-Food-Typ”. Für diese Gattung gibt es nur ein probates Mittel gegen den Kater: Pizza, Burger, Döner oder Pommes: Hauptsache eine fettige Mahlzeit. Ist grad nichts solches zur Hand, irgendetwas nehmen und mit Käse überbacken. Viel Käse! Danach geht es bestimmt besser. Geht es zwar meistens nicht, aber man hat mit gutem Gewissen fettig gegessen. Irgendwie auch geil.

5. Der “Ich-trink-nie-wieder-Alkohol” Typ

Auch bekannt als “Was-hab-ich-gestern-getan-Typ”. Diese Spezies erwacht mit massiven Kopfschmerzen und verklebten Augen. Zwar im Bett, aber immer mit den Kleidern vom Vorabend an und ohne Erinnerung an den selbigen. “Nie wieder, nie wieder. Ich trinke nie wieder Alkohol”, sind die ersten Worte, die dieser Typus von sich gibt. Charakteristisch für diese Coleur ist, dass dies eine leere Drohung bleibt. Spätestens 36 Stunden nach den berühmten Worten, nippt er oder sie wieder am Glas.

6. Der “Rollmops” Typ

Salzig muss es sein, richtig salzig. Das ist dieser Gattung wichtig. Sie ist der festen Überzeugung, dass nur der essiggetränkte Fisch, effektiv gegen den Kater hilft. Auch wenn es Brechreiz auslöst, würgen die Rollmops-Typen den Fisch hinunter. Dass sie damit die Luft im Umkreis von 15 Metern verpesten, ist ihnen egal, schliesslich geht es ihnen anschliessend besser. Das ist das einzige, was für diesen Typus zählt. Rollmops ist für diese Gattung der Heilsbringer und damit so etwas wie eine Religion.

7. Der “Bettdecken-Heuler”

Diese Spezies fühlt sich einfach nur elend. Permanente Übelkeit, gekoppelt mit Schwindel sind sein steter Begleiter. Alles dreht sich, die pure Qual. Diese Gattung verbringt den Tag im Bett, am liebsten mit Decke über dem Kopf. Sterben scheint für ihn eine valable Alternative zu sein. Aufstehen oder gar Essen kommt nicht in Frage – er bringt sowieso keinen Bissen hinunter. Das einzige was diesen Typus aufheitert: Wenn sich jemand meldet, dem es noch mieser geht.

8. Der “Weitertrinker”

Auch bekannt als “Konter-Bier Typ”. Er sagt sich: “Nützt alles nichts, erst mal die Leber wieder in Schwung bringen”. In seinen Kaffee am Morgen mischt er Appenzeller oder wahlweise Kirschschnaps. Als Dessert gibt’s ein Bier. Danach geht es dem “Weitertrinker” besser und er lacht über andere Katertypen, wie den “Medikamentenschrankplündernden” oder den “Bettdeckenheuler”. Nachteil dieses Typus: Tags darauf gehört er zu der Sorte, über die er eben noch lachte…

9. Der “Ja-zum-Tag-sager” Typ

Auch er erwacht mit Brummschädel. Aufstehen mag er eigentlich nicht. Aber draussen scheint die Sonne und das darf er nicht verpassen. Also sagt er sich: “Ich sage ja zu diesem Tag”. Er quält sich unter die Dusche, isst anschliessend Rührei und schleppt sich dann vor die Türe. Er trifft sich mit Freunden, am liebsten in der Badi, auf oder neben dem Fussballplatz oder in einer Bergbeiz. Stets in der tiefen Überzeugung, dass der Kater irgendwann dann schon vorbeigehen wird. Und dann, ja dann hat er den Tag sinnvoll genutzt.

Und ja. Am einfachsten ist es natürlich, nicht so viel zu trinken, dass man Tags drauf einen Kater hat. Für alle die das wieder einmal nicht geschafft haben, gibt’s hier Tipps gegen den Kater (Geheimtipp Kafi!) (cas)


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