Weltcup-Sieg des Schweizer Leichtgewicht-Vierers

Der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann Lucas Tramèr, Simon Schürch, Simon Niepmann und Mario Gyr (von links) während des Vorlaufs in Varese
Der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann Lucas Tramèr, Simon Schürch, Simon Niepmann und Mario Gyr (von links) während des Vorlaufs in Varese © KEYSTONE/SCHWEIZERISCHER RUDERVERBAND
Den Schweizer Ruderern gelingt der Saisonauftakt in Varese. Bei der ersten Weltcup-Regatta feiern sie gleich drei Podestplätze. Der Leichtgewichts-Vierer glückt ein souveräner Start-Ziel-Sieg.

Das Flaggschiff mit Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch und Lucas Tramèr hat über den Winter offenbar nichts von seiner Klasse eingebüsst. Die Gesamtweltcupsieger, Welt- und Europameister des letzten Jahres dominierten den Wettkampf und überquerten die Ziellinie im Final mit einer Zeit von 6:16,91 fast fünfeinhalb Sekunden vor den zweitklassierten Chinesen.

Die Schweizer Delegation durfte zahlreiche weitere Topresultate bejubeln. Im schweren Doppelzweier klassierten sich Nico Stahlberg und Roman Röösli im hervorragenden 3. Rang. Und bereits am Samstag hatten Fiorin Rüedi und Joel Schürch im nicht-olympischen Leichtgewichts-Zweier mit Platz 2 überrascht. Starke Vierte wurde Jeannine Gmelin im prestigeträchtigen Skiff. “Das ist ein Weltcup-Auftakt nach Mass”, freute sich Christian Stofer, der Direktor des Schweizerischen Ruderverbandes.

Der mannschaftlich geschlossene Schweizer Auftritt beim Auftakt in die Olympia-Saison wurde überstrahlt durch den Sieg des leichten Vierers. “Wir haben eine Marke gesetzt, genau das wollten wir”, sagte Schlagmann Mario Gyr nach dem Final. Das Schweizer Quartett entschied nicht nur jedes Rennen für sich, sondern steigerte sich im Verlauf der Regatta kontinuierlich.

Da ihre beiden Kollegen Augustin Maillefer (Handbruch) und Barnabé Delarze (Rücken) derzeit noch rekonvaleszent sind, starteten Röösli und Stahlberg statt im Doppelvierer im Doppelzweier. Und sie taten dies erfolgreich. Nur eine Bootslänge fehlte dem Duo auf die siegreichen Weltmeister aus Kroatien, gar nur sechs Zehntel auf die zweitplatzierten Polen.

In starker Form präsentierte sich auch Gmelin, die im Final des Einer-Rennens bis zur Streckenhälfte in Führung lag. Dann musste sich die EM-Zweite und WM-Fünfte in ihrem ersten Weltcup-Final noch von drei Konkurrentinnen überholen lassen. Auf das Podest fehlten der 25-Jährigen vom RC Uster in diesem ausgeglichenen und spannenden Finalrennen nur fünf Zehntel.

(SDA)


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