Weltmeister Japan auch Olympiasieger

Der Japaner Ryohei Kato holte mit seinen Team-Kollegen den ersten Olympiasieg mit dem Team seit den Sommerspielen 2004 in Athen
Der Japaner Ryohei Kato holte mit seinen Team-Kollegen den ersten Olympiasieg mit dem Team seit den Sommerspielen 2004 in Athen © KEYSTONE/AP/DMITRI LOVETSKY
Japan entthront auch an den Olympischen Spielen den Erzrivalen China als Turn-Nation Nummer 1. Angeführt von Kohei Uchimura siegen die Weltmeister im Team-Final vor Russland. China bleibt nur Bronze.

Spannender hätte sich die Ausgangslage in der Rio Olympic Arena vor dem letzten Gerät kaum präsentieren können. Vor den Augen von Fürst Albert von Monaco und IOC-Präsident Thomas Bach führte Japan mit zwei Zehntel Vorsprung vor Europameister Russland. In Lauerstellung befand sich Qualifikationssieger China, das dank einer brillanten Vorstellung am zweitletzten Gerät, dem Barren, den Rückstand auf sieben Zehntel hatte verkürzen können.

Die Chance auf den ersten Olympiasieg seit 2004 in Athen liessen sich die Japaner, die bereits an den Weltmeisterschaften 2015 in Glasgow die chinesische Vorherrschaft beendet hatten, am Boden aber nicht mehr nehmen. Kenzo Shirai, der Schrauben-König, legte zum Auftakt einen herausragenden Vortrag hin, für den er 16,133 Punkte bekam. Auch Ryohei Kato kam ohne Fehler durch, ehe Kohei Uchimura den Sieg ins Trockene brachte. Der sechsfache Mehrkampf-Weltmeister sicherte Japan nach zuletzt zweimal Olympia-Silber den Sieg in einem hochstehenden Final.

Russland verteidigte dank guten Vorträgen zum Abschluss am Boden seinen Vorsprung gegenüber China und gewann mit einem Rückstand von 2,5 Punkten erstmals seit 16 Jahren wieder eine Olympia-Medaille. Bist nach dem vierten Gerät hatten die Europameister von Bern sogar vom ersten Olympiasieg seit 1996 in Atlanta träumen dürfen, ehe am Reck mit dem Patzer von Nikolai Kuksenkow der entscheidende Rückschlag folgte.

China musste sich mit Bronze begnügen. Den dritten Olympiasieg in Folge hatten die Chinesen in der ersten Wettkampfhälfte vergeben. Sowohl am Boden, als auch am Pauschenpferd und an den Ringen hatten sie sich den einen oder anderen Patzer zuviel geleistet. Nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnten die Amerikaner, welche die Qualifikation auf Rang 2 abgeschlossen hatten. Ähnlich wie China waren auch sie miserabel in den Wettkampf gestartet. Am Ende resultierte hinter Grossbritannien Rang 5.

(SDA)


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