Weniger Touristen im Toggenburg

Düsteres Ergebnis: Das Toggenburg zieht immer weniger Touristen an.
Düsteres Ergebnis: Das Toggenburg zieht immer weniger Touristen an. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Der Kanton St.Gallen gibt heute Ergebnisse zum Tourismusjahr 2015 bekannt. Während die Auslastung am Zürichsee gestiegen ist, blieb sie in den Regionen Heidiland und St.Gallen-Bodensee etwa konstant. Im Toggenburg ist sie stark zurückgegangen.

In den Destinationen Heidiland, St.Gallen-Bodensee und Zürichsee entfalteten zwischen 1992 und 2015 vor allem stark gestiegene Ankunftszahlen einen positiven Einfluss auf die Bettenauslastung, die den Einfluss einer sinkenden Aufenthaltsdauer kompensierten. Im Toggenburg sorgten nur die zurückgehenden Bettenkapazitäten dafür, dass die Auslastung nicht noch weiter sank.

Auswertungen nach Sternenkategorien und Betriebsgrössen ergeben, dass die Auslastung der Hotelleriebetriebe in der Tendenz mit zunehmender Sternezahl und mit zunehmender Grösse ansteigt. Ausnahmen bestehen vor allem bei St.Gallen-Bodensee, wo die 2- und 3-Stern-Betriebe und die mittelgrossen Betriebe die höchsten Auslastungen verzeichnen.

Zahl der Logiernächte teils stark gesunken

Die Anzahl der Gästeankünfte und der Logiernächte lagen 2015 im Kanton St.Gallen jeweils um sechs Prozent unter den Vorjahreswerten. Diese Entwicklung dürfte in hohem Masse von der Aufwertung des Franken zum Anfang des Jahres beeinflusst sein.

In der Destination Zürichsee blieben die Ankünfte stabil, während die Logiernächte zwei Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres lagen. In der Destination St.Gallen-Bodensee gingen die Ankünfte um sieben Prozent und die Logiernächte um vier Prozent zurück.

Am stärksten vom Ausbleiben von Übernachtungsgästen betroffen waren das Toggenburg und das Heidiland. Im Heidiland war gegenüber dem Jahr 2014 ein Rückgang der Ankünfte von drei Prozent und der Logiernächte von sieben Prozent zu verzeichnen. Im Toggenburg lagen Ankünfte und Logiernächte um jeweils zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Bedeutung der Einheimischen steigt

In allen vier Destinationen entfiel der Grossteil der Logiernächte im Jahr 2015 auf die einheimischen Gäste. Ihr Logiernächteanteil lag zwischen 52 (Zürichsee) und 81 Prozent (Toggenburg) und ist im Vorjahresvergleich jeweils gestiegen. Am stärksten war der Anstieg im Toggenburg mit einem Plus von vier Prozentpunkten.

Hingegen hat in allen vier Destinationen die Bedeutung der deutschen Gäste abgenommen. Auf sie entfielen nur noch zwischen 12 (Toggenburg) und 20 Prozent (St.Gallen-Bodensee) der Logiernächte.

(red.)


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