Wenn Barbie die Welt rettet

Von Gerry Reinhardt
Wenn Barbie die Welt rettet
Man sieht es immer wieder: Promis reisen in Dritte-Welt-Länder und tun so, als würden sie den “bedauernswerten Menschen” dort helfen. Es gibt sogar einen regelrechten Helfersyndrom-Tourismus. Und genau das parodiert die “White Savior Barbie”. Bitterbös. 

Bei uns ist es ein Ex-Miss-Schweiz- oder Miss-Schweiz-Syndrom. Jede der schönen Missen war schon mal dort, wo man vielleicht helfen sollte. Viele haben es ihnen nachgemacht und ihre Fotos überall gepostet. Facebook, Instagram, Snapchat, alles ist voll von sogenannten “Helfern” in Dritt-Welt-Ländern.

Und genau diese Menschen werden jetzt von “Barbie Savior” vorgeführt. Gegründet wurde diese von zwei Frauen, die selbst auch schon versuchten “zu helfen”, also genau wissen, was sie jetzt da tun. Nur landen nicht mehr sie in den Dritt-Welt-Ländern, sondern Barbie-Puppen. Dank Photoshop.

 

Kritik als Gedankenanstoss

Die beiden Initiantinnen betonen aber, dass es grossartig ist, wenn sich viele Menschen in Dritt-Welt-Ländern engagieren und freiwillige Arbeit leisten. Doch haben sie immer wieder Personen getroffen, die sich nur inszenieren wollen und auf sich selbst konzentriert sind. Sie prangern damit die “weissen Erlöser” an. “Wenn Sie dieser Account beleidigt, dann wären sie lieber durch andere reale Accounts beleidigt, die dieses Verhalten zeigen”,  lassen sich die Macher von “Barbie Savior” zitieren. 

 


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