Wenn OpenAir-Besucher mit Umarmungen danken

So viele abgegebene Bankkarten.
So viele abgegebene Bankkarten. © Lara Abderhalden
Vier Tage schöne Musik, Schlamm und Spass: Das OpenAir St.Gallen ist Geschichte. In unseren Herzen wird es aber noch lange weiterleben. Die Erinnerungen bleiben, nicht immer aber das ganze Hab und Gut: ein Blick ins Fundbüro.

Mumford & Sons sorgten für einen krönenden Abschluss. Mit einem gut gelaunten Marcus Mumford, der durch die Massen zog und einer Performance, in der das ganze Sittertobel für drei Minuten die Luft anhielt, endeten die für viele St.Galler wohl schönsten Tage des Jahres. Es gab aber auch schwierige Zeiten. Dann zum Beispiel, wenn man morgens aufwachte, irgendwo unter einem Pavillon im Stroh lag und einfach nichts mehr hatte, ausser einem mächtigen Kater. Dann half nur noch eines: ein Gang zum Fundbüro.

Trinkgeld für Sandra

Dort, im Spezialzelt mit den vielen Kartonboxen, herrschte am vergangenen Wochenende Hochbetrieb. Auch Sandra stand im Einsatz. “Es gab ganz viele, die hatten unglaublich Freude, weil beispielsweise ihr Handy wieder zum Vorschein kam. “Gedankt wurde mit Trinkgeld, einem Getränk oder einer festen Umarmung. Dies sei das Schöne an ihrem Job: “Es tut gut zu helfen.”

Viele Bankkarten und Handys

Am Häufigsten abgegeben wurden Handys oder Bankkarten. Der Anstieg bei den Kärtli hängt wohl mit der Einführung der Cashless-Bändli zusammen. Diese werden vorwiegend bargeldlos aufgeladen.

Die Fundstücke fielen auch schon verrückter aus: “Ich kann mich erinnern, dass im letzten Jahr ein Velo aus der Sitter gefischt wurde, dass hier abgegeben wurde.” Spasseshalber fragen die Suchenden auch dem Niveau oder der Junfräulichkeit nach, die sie am OpenAir verloren haben.

Ab Mittwoch im Fundbüro in St.Gallen

Für das Fundbüro fängt die Arbeit erst nach dem Ende des OpenAir an: “Es bleibt am Schluss noch viel liegen.” All diese Gegenstände werden bis am Mittwoch ins St.Galler Fundbüro gebracht. Dort können sie abgeholt werden.

(abl)

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