Muguruza gewinnt ersten Wimbledon-Titel

Wurde für ihre Leistung belohnt: Garbiñe Muguruza.
Wurde für ihre Leistung belohnt: Garbiñe Muguruza. © KEYSTONE/EPA/Gerry Penny
Für Venus Williams endete das Wimbledon-Turnier nicht mit einem Happy-End. Die 37-jährige Amerikanerin verlor den Final gegen Garbiñe Muguruza 5:7, 0:6. Für die 23-jährige Spanierin war es der zweite Grand-Slam-Titel nach dem Erfolg am French Open 2016.

Sechs Runden lang hatte Venus Williams ihre Gegnerinnen mit ihrem Service und ihren harten Grundlinienschlägen dominiert, im Final traf die fünffache Wimbledon-Siegerin auf eine Gegnerin, die ihr in Sachen Power und Tempo entgegen halten konnte – und von der sie im zweiten Satz klar dominiert wurde.

Kaum Chancen für Williams

Muguruza, der beim ersten Aufschlag der Partie gleich ein Doppelfehler unterlaufen war, spielte in ihrem dritten Major-Final gross auf. Sie liess sich zu Beginn von Williams’ Grundschlägen nicht einschüchtern und spielte, je länger die Partie dauerte, desto besser. Sie gewann die letzten neun Games in Serie, den dritten Matchball nach 77 Minuten verwertete sie, in dem sie nach einem zu lang geschlagenen Ball von Williams, der gut gegeben wurde, eine Challenge verlangte.

Die Entscheidung in der knapp eine Stunde lang ausgeglichenen und hart umkämpften Partie war gegen Ende des ersten Satzes gefallen. Beim Stand von 4:5 wehrte Muguruza bei eigenem Service zwei Satzbälle in Folge ab, ehe sie ihrerseits das Break schaffte. Und als Williams nach dem Verlust des ersten Satzes auch gleich zum Auftakt des zweiten Durchgangs ihren Service abgeben musste, war der Widerstand der ältesten Wimbledon-Finalistin seit 1994 gebrochen.

Im Vergleich zu 2015 gesteigert

Mit dem Sieg holte die 23-jährige Spanierin, die in Venezuela geboren wurde, Verpasstes nach. Vor zwei Jahren war sie an selber Stätte in ihrem ersten Grand-Slam-Final der Karriere Serena Williams in zwei Sätzen unterlegen. Nun gewann sie als erste Spanierin seit 1994 und Conchita Martinez, die Muguruza in Abwesenheit ihres Coachs Sam Sumyk während den letzten 14 Tagen betreute, die Venus Rosewater Dish.

Venus Williams hingegen verpasste in ihrem neunten Wimbledon-Final, dem ersten seit 2009, in die Fussstapfen ihrer Schwester Serena zu treten. Die jüngere der beiden Williams-Schwestern konnte aufgrund ihrer Schwangerschaft ihren Titel an der Church Road nicht verteidigen.

(SDA)


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