Wetteralarm – Experten sind sich uneinig

Von Angela Müller
Wetteralarm – Experten sind sich uneinig
© Coralie Wenger/Tagblatt
Das Tief Yekaterina sorgt für starken Regen vor allem in der Ostschweiz. Verschiedene Wetterkanäle warnen vor Überschwemmungen – aber nicht alle. Das St.Galler Rheintal war öfters stark betroffen, doch die Feuerwehr bleibt vorerst gelassen.

In den letzten drei Jahren ist es im Frühsommer nach starken Regenfällen in Altstätten, Widnau aber auch Wil zu grösseren Überschwemmungen gekommen. Vor allem in Altstätten hat der übergelaufene Stadtbach für Verwüstungen im Dorf gesorgt.

Wie viel Regen fällt wirklich?

Heute hat der Wetterdienst Metocentrale.ch eine Unwetterwarnung  für Zürich und den Raum Ostschweiz ausgesprochen. Bis zu 60 Liter können pro Quadratmeter in den nächsten 24 Stunden fallen. Doch beim Wetterdienst Meteonews wird die Situation nicht weiter kritisch eingeschätzt: “Natürlich könnte es örtlich zu kleineren Überschwemmungen kommen, doch der Boden ist trocken, er kann sehr viel Wasser aufnehmen”, sagt Meteorologe Roger Perret.

Keine erhöhte Alarmbereitschaft

Bis Freitagvormittag sind zwar noch intensive Regenfälle prognostiziert und auch die folgenden Tage dürften nicht trocken bleiben. “Die Wetterdaten lassen Raum für Interpretation und sind nicht sehr sicher. Es kann zwischen 50 bis 100 Liter Regen fallen”, sagt Perret.

Die Feuerwehr in Altstätten nimmt die Alarme und den Regen vorerst gelassen: “Wir sind nicht in erhöhter Alarmbereitschaft”, sagt Hans Städler, Feuerwehrkommandant Altstätten und Eichberg. “Hier regnet es wenig und die Böden sind nicht gesättigt.”


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