Wetterpech am Sechseläuten

Zünfter beim traditionellen Umzug, dem "Zug der Zünfte", am Montag am Sechseläuten in Zürich.
Zünfter beim traditionellen Umzug, dem "Zug der Zünfte", am Montag am Sechseläuten in Zürich. © /KEYSTONE/WALTER BIERI
Hat der Regen uns den Sommer versaut? Der Böögg ist nämlich erst nach 43 Minuten verplatzt. Dies entspricht einer Rekordzeit. Das gibt der Sage nach einen sehr schlechten Sommer. 

Das traditionelle Zürcher Frühlingsfest Sechseläuten findet im Regen statt. Die rund 3500 Zünfter und prominenten Gäste, die durch die Innenstadt ziehen, versuchen, in ihren historischen Kostümen dem Regen zu trotzen. Wetterbedingt stehen in diesem Jahr deutlich weniger Schaulustige am Strassenrand als sonst. Unter den Gästen sind aber wie immer viele Prominente aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness.

Gemäss Gästeliste sind dies neben Bundesrat Ueli Maurer unter anderen auch Armee-Chef André Blattmann, Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam, Nationalratspräsidentin Christa Markwalder, Rockmusiker Chris von Rohr, Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz, Moderatorin Christa Rigozzi und Fussballtrainer Gilbert Gress. Als externer Gast ist in diesem Jahr die Luzerner Zunft zu Safran dabei.

Um 18 Uhr wird mit dem Verbrennen des “Bööggs” symbolisch der Winter vertrieben. Sobald der Kopf des Schneemanns explodiert ist und sich die Zünfter in ihre Zunftstuben zurückgezogen haben, kommt es – sofern das Wetter dies überhaupt zulässt – zum “Volkswurstbraten”, bei dem auf den Überresten des “Böögg”-Feuers grilliert wird.

Das Frühlingsfest geht zurück auf einen jahrhundertealten Brauch: Wenn im alten Zürich die Abende wieder heller wurden und die Kirchenglocken erstmals wieder um 18 Uhr statt schon um 17 Uhr zum Feierabend läuteten, trafen sich die Jungen auf den Plätzen und zündeten Scheiterhaufen mit Strohmännern an.

(SDA)


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