Davos muss sich geschlagen geben

Der Berner Alain Berger (links) bejubelt sein 5:4-Siegtor gegen den HC Davos
Der Berner Alain Berger (links) bejubelt sein 5:4-Siegtor gegen den HC Davos © KEYSTONE/JUERGEN STAIGER
Während der Qualifikation gewann Bern nie fünfmal hintereinander. In den Playoffs nun aber schon. “Dass wir in der Verlängerung gewannen, war wichtig für unser Team”, so Siegtorschütze Alain Berger.

Berger profitierte nach 66:47 Minuten vom Scheibenverlust des Davoser Verteidigers Alexandre Picard vor dem eigenen Tor. Warum war dieses Tor zum 5:4-Sieg nach Verlängerung so wichtig? Alain Berger: “Weil wir in den Playoffs ein Spiel, in welchem wir mal 4:1 geführt haben, einfach nicht verlieren dürfen. Wir spielten zwei Drittel lang sehr gut. Das dritte Drittel verlief für uns aber sehr enttäuschend. Vor der Verlängerung sagten wir uns, dass wir jetzt wieder unser Spiel aufziehen müssen. Das gelang.”

Ähnlich sah Lars Leuenberger, Berns Trainer, die Partie. Und “Laser” Leuenberger zieht folgende Schlussfolgerung für die nächsten Spiele: “Wir müssen gegen Davos permanent auf dem Niveau der ersten zwei Drittel und der Verlängerung spielen. Wir dürfen uns kein Nachlassen erlauben. Denn Davos nützt jeden Fehler sofort aus.”

Beim HC Davos dagegen gab es nach dem ersten Spiel lange Gesichter. Vor der Overtime sah alles noch gut aus. Erinnerungen kamen hoch an die Halbfinalserie aus dem Vorjahr gegen Bern, in der Davos in Spiel 1 erst elf Sekunden vor Schluss noch die Verlängerung erzwang und nach dem Sieg in Spiel 1 mit 4:0 Siegen in den Final durchmarschierte. Diesmal fehlte den Davosern nach der erfolgreichen Aufholjagd vom 1:4 (42.) zum 4:4 das Happy-end. Andres Ambühl, der mit den Goals zum 3:4 und 4:4 die Verlängerung erzwang, ärgerte sich primär über die ersten 40 Spielminuten: “Ich weiss, dass wir in den ersten zwei Dritteln grottenschlecht waren. Das kostete uns den Sieg.”

Im anderen Halbfinal zwischen Servette und Lugano (0:5) spielten die Goalies die Hauptrollen. Robert Mayer vertändelte vor zwei Gegentoren den Puck, spielte schwach, kassierte aus nur 14 Schüssen vier Gegentreffer und wurde nach dem 0:4 ausgewechselt. Luganos Elvis Merzlikins, der im ersten Abschnitt während 365 Sekunden aussetzte und am Kopf behandelt werden musste, parierte dagegen 39 Schüsse und feierte einen Shutout.

Dennoch herrscht in Genf noch keine Panik: “Wir haben die Partie eigentlich klar dominiert”, meint Genfs Juraj Simek. “Wir zeigten eine gute Leistung und bleiben positiv. Das Resultat täuscht. Uns unterliefen vier dumme Fehler, die Lugano resolut ausnutzte. Aber wir machen unserem Goalie keine Vorwürfe. Er ist unser bester Mann. Und derartige Fehler unterliefen ihm zum ersten Mal diese Saison.”

(SDA)


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