Trotz Mutters Zweifel ein Musiker

Polo Hofer mit seinem SwissAward-"Chemp", den er sich überhaupt nicht erklären kann. Er sei doch kein Vorbild, findet er (Archiv).
Polo Hofer mit seinem SwissAward-"Chemp", den er sich überhaupt nicht erklären kann. Er sei doch kein Vorbild, findet er (Archiv). © /KEYSTONE/WALTER BIERI
“Wenn ich erwachsen bin, werde ich Musiker”, sagte Urs “Polo” Hofer mit 14 zu seiner Mutter. “Beides geht nicht”, dämpfte Frau Hofer die Euphorie. Geklappt hat es dennoch: Nach 50 Jahren Karriere ist der Spross bekanntlich am Samstag “Schweizer des Jahres geworden”.

Als der Interlakener 1967 am Rhythm’n’Blues Festival zum besten Sänger gekürt wurde und in der “Tagesschau” zu sehen war, sei Mutter Hedwig beinahe vom Sofa gekippt, sagte Hofer am Sonntag in der Sendung “Glanz & Gloria Weekend”.

Gewonnen habe er übrigens damals einen Gutschein für drei Herrenhemden, erinnert sich der 70-Jährige. Dabei hatten seine Eltern ein Bekleidungsgeschäft. Weil der Laden auf Polo-Hemden spezialisiert war, erhielt Sohn Urs auch den Pfadi- und später Künstlernamen “Polo”.

Das Label “Polo National” findet er zwar schmeichelhaft, aber unzutreffend: “Die Tessiner und die Rätoromanen kennen mich ja gar nicht”.

(SDA)


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