Dölf Früh gibt Aktien ab

Grosser Andrang an der GV der FC St.Gallen AG.
Grosser Andrang an der GV der FC St.Gallen AG. © Urs Bucher/TAGBLATT
Am Montagabend fand die Generalversammlung der FC St.Gallen AG statt. Vermehrt kamen Stimmen auf, die Kritik am Präsidenten und am Verwaltungsrat übten. Hier gibt’s den Liveticker zum Nachlesen.

Die Generalversammlung der FC St.Gallen AG ist ein Stimmungsbarometer. Dies, da sich auch die Kleinaktionäre, also die Fans, zu Wort melden können. Nach den turbulenten Monaten in der Führungsetage, mit dem Rücktritt von drei Verwaltungsräten, durfte man gespannt sein, ob es kritische Voten geben würde. Diese waren tatsächlich zu hören.

Dölf Früh gibt seine Aktien ab

Nach rund 20 Minuten war klar, Dölf Früh hat seine Aktien abgetreten. Auch die Aktien von Pascal Kesseli wurden verkauft. Die Aktien der beiden wurden auf bestehende und neue Aktionäre verteilt.

Edgar Oehler und Rolf Schubiger haben ihre Anteile erhöht. Patrice Thoma von Thoma Immobilien, Thomas Gutjahr von der Ernst Fischer AG, die Gebrüder Patric und Jérome Müller von der Immobilienfirma Gemag und Ernst Eisenhut, ein selbstständiger Vermögensverwalter, haben Aktien übernommen. Oehler hält knapp 25 Prozent aller Aktien der FC St.Gallen AG. Thoma, Gutjahr und die Gebrüder Müller halten jeweils 12,2 Prozent, Schubiger gehören knapp 10 Prozent der Aktien der FC St.Gallen AG. Die FC St.Gallen Event AG hält neu fast 50 Prozent der Aktien ihrer Tochterfirma.

Vanin und Hernandez in der Kritik

Stefan Hernandez und Feruccio Vanin wurden, wie die restlichen Verwaltungsräte, die sich zur Wiederwahl stellten, bestätigt. Bei Vanin und Hernandez gab es allerdings einige Gegenstimmen und Enthaltungen. Nach der Wahl trat eine ältere Frau auf die Bühne. Sie kam auf den Rausschmiss von Kesseli und den Abgang Hüppis zu sprechen. «Damit kann ich mich nicht identifizieren», sagte sie den Tränen nahe. Ihr Herz gehöre dem FC, aber hier gehe es nur noch um Macht.

Weiter kritische Voten gegenüber Hernandez und der Aufstellung des Verwaltungsrates waren zu hören. Es wurde unter anderem gefordert, dass im Verwaltungsrat mehr Kleinaktionäre sitzen. Der FC St.Gallen sei darum bemüht, den Verwaltungsrat mit diesen zu besetzen, sagte Hernandez als Antwort auf die Kritik.

Kurz nach 20 Uhr erklärt Hernandez die Generalversammlung für beendet und lädt zur traditionellen Bratwurst ein.

Der Ticker zum Nachlesen

Live von der Generalversammlung tickerte Adrian Lemmenmeier vom Tagblatt.

(red)


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