Wie landete dieser Skifahrer in Kalifornien?

Danny Filippidis tauchte plötzlich wieder in Kalifornien auf.
Danny Filippidis tauchte plötzlich wieder in Kalifornien auf. © Sacramento County Sheriff's Departement
Ein Skifahrer verschwindet im Norden New Yorks, an der Grenze zu Kanada. Fast eine Woche später taucht er 4000 km entfernt in Kalifornien auf – und erinnert sich an (fast) nichts.

Wie jedes Jahr reist Constantinos «Danny» Filippidis (49) aus Toronto mit einer Gruppe pensionierter und aktiver Feuerwehrmänner nach Whiteface Mountain, im US-Bundesstaat New York bei der Grenze zu Kanada, in die Skiferien. Nur: Am Mittwoch wird er als vermisst gemeldet.

All seine Sachen, sein Pass und sein Auto sind noch im Hotel, von ihm fehlt jede Spur. Hunderte Freiwillige suchen den Berg ab. Sogar Helikopter kommen zum Einsatz. An der Suche beteiligt war das Ministerium für Innere Sicherheit, die New Yorker Staatspolizei, das Department of Conservation, Grenzwächter und Polizisten aus Toronto.

Plötzlich taucht er wieder auf

Die Suche bleibt erfolglos. Bis sich Filippidis am Dienstag plötzlich bei der Polizei in Sacramento in Kalifornien meldet. Rund 4000 Kilometer weiter westlich. Noch immer in voller Skimontur. Filippidis weiss nicht, wie er dort gelandet ist. Natürlich gibt es sofort Spekulationen über eine mögliche Entführung durch Ausserirdische. Logisch. Eine andere Erklärung ist schliesslich nicht möglich. Bei Filippidis werden keine Spuren von Drogenmissbrauch oder Alkohol entdeckt.

Google Maps

Oder doch? Am Mittwoch, eine Woche nach seinem Verschwinden, erinnert sich Filippidis wieder bruchstückhaft an seine Reise. Wie der «Toronto Star» berichtet, habe Filippidis einen grossen Teil seiner Reise in einem Lastwagen verbracht. An den Lastwagen selbst oder an den Fahrer mag er sich nicht erinnern.

Ist eine Kopfverletzung schuld an der Reise?

Gegenüber der Polizei gab Filippidis an, dass er Geld abgehoben habe, sich einen neuen Haarschnitt und ein iPhone zulegte. Die Polizei geht nun davon aus, dass sich der 49-Jährige bei seiner letzten Skitour am Kopf verletzte und deshalb Erinnerungslücken aufweise.

Laut Polizei sei kein Verbrechen begangen worden, Filippidis wird nicht mit einer Busse rechnen müssen. Auch die Kosten für seine Suche muss er wohl nicht bezahlen.

(rr)


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