Wie Wahlbeobachter Caroni den Brexit erlebte

Ständerat Andrea Caroni war Wahlbeobachter in England.
Ständerat Andrea Caroni war Wahlbeobachter in England. © KEYSTONE/Lukas Lehmann
Der Ausserrhoder Ständerat Andrea Caroni war bei den Wahlen in Grossbritannien als Wahlbeobachter im Einsatz. Er erlebte den historischen Tag des Brexit sehr intensiv mit. Die Entscheidung der Briten sieht er auch als Chance.

Er ist schon etwas erschöpft, als er im Flughafen Zürich am Freitagmittag das Interview gibt. Aber Andrea Caroni strahlt. “Es war ein Riesenerlebnis”, sagt er. Vom vergangenen Mittwoch bis am Freitagmittag war er als Wahlbeobachter in England und schaute den Briten auf die Finger (FM1Today berichtete). “Es war schön, bei diesem historischen Moment dabeizusein”.

Der Tag gestern war sehr lange. Um fünf Uhr morgens ging es los. Er kontrollierte wie sieben andere internationale Wahlbeobachter, ob bei den Wahlen an den Urnen alles mit rechten Dingen zu und her geht. “Wir begannen um 5 Uhr morgens und kamen um etwa 17 Uhr aus den Wahllokalen raus. Danach ging es weiter in den Zählzentren. Erst am frühen Morgen gingen wir nach Hause”, erzählt Caroni.

Er habe verschiedene Reaktionen von Briten gehört. “Auf der einen Seite Ernüchterung, auf der anderen grosse Freude”, sagt er. Von den farbigen Postern und Fahnen sei am Freitagmorgen bereits nichts mehr zu sehen gewesen.

Caroni ist überzeugt, dass der Brexit einschneidende Auswirkungen auf die Schweiz haben wird, die beispielsweise die Personenfreizügigkeit negativ beeinflussen. Man könne den Brexit jedoch auch als Chance sehen. “Vielleicht wird England ein neuer Partner für die Schweiz, beispielsweise in der Efta”, meint Caroni. Es müsse jetzt halt neu verhandelt werden.

Das Interview mit Andrea Caroni sowie andere Ostschweizer Stimmen zum Brexit sind heute Abend ab 18 Uhr auf TVO zu sehen.

(lak)


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