Wieder Feuer auf dem Saurer-Areal

Von Marco Latzer
30 Arboner Feuerwehrmänner brachten den Brand auf einer Lagerhalle unter Kontrolle.
30 Arboner Feuerwehrmänner brachten den Brand auf einer Lagerhalle unter Kontrolle. © Bild: Beat Kälin / kameramann.ch
Gestern Abend wurde von einem Autofahrer auf dem Dach einer Lagerhalle des Arboner Saurer-Areals ein Brand entdeckt. 30 Feuerwehrmänner konnten das Feuer schnell löschen. Das Gelände war 2012 bereits Schauplatz eines Grossbrands – dieses Mal dürften Sanierungsarbeiten die Ursache sein.

Um 21:15 Uhr bemerkte ein aufmerksamer Autofahrer Rauch auf dem Dach einer Lagerhalle. Die mit 30 Mann ausgerückte Feuerwehr hatte keine Mühe, den Mottbrand auf dem Saurer-Areal unter Kontrolle zu bringen – es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Franken. “Die Ursache wird zurzeit vom Brandermittlungsdienst und dem Kriminaltechnischen Dienst abgeklärt. So wie es jetzt aussieht, ist der Brand im Zusammenhang mit Sanierungsarbeiten ausgebrochen”, sagt Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau.

Der Grund für das Feuer dürfte damit weitaus undramatischer als noch im August 2012 sein. Damals brannten fünf Lagerhallen komplett aus und hielten die Einsatzkräfte über 14 Stunden auf Trab – es entstand ein Millionenschaden. Die Brandursache ist bis heute ungeklärt. Noch immer machen Gerüchte über eine mögliche Brandstiftung die Runde.

Zeitbombe verbreitete Angst und Schrecken

An Weihnachten 2013 wurde, in einer der vom Grossbrand verschonten Hallen, eine Brandbombe entdeckt. Ein Chauffeur, dessen Arbeitgeber seine Fahrzeuge im Saurer-Areal einstellt, hatte sie per Zufall gefunden, weil er auf einen starken Benzingeruch aufmerksam geworden war. Er entdeckte sie versteckt sich hinter eine Matratze und musste feststellen, dass sie mit einem Zeitzünder versehen war. Wer hinter dem geplanten Brandanschlag steckt, ist bis heute unklar.

Der Kantonspolizei Thurgau ist die unrühmliche Vorgeschichte des Saurer-Areals wohlbekannt. “Das hat auf die Abklärungen keinen Einfluss. Wir gehen an jeden Brandherd mit derselben Sorgfalt heran”, sagt Mediensprecher Meili. Da die Hinweise in Richtung Missgeschick oder Versehen hinauslaufen, dürften die Abklärungen aber dennoch etwas undramatischer sein.

So berichtete TVO im Januar 2014 über den vereitelten Brandanschlag


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