Manning legt Berufung gegen Haftstrafe ein

Chelsea Manning will ihre 35-jährige Haftstrafe nicht akzeptieren. Die Frau wurde als Mann namens Bradley Manning bekannt, nachdem sie hunderttausende Armeedokumente an Wikileaks weiterleitete. (Archivbild)
Chelsea Manning will ihre 35-jährige Haftstrafe nicht akzeptieren. Die Frau wurde als Mann namens Bradley Manning bekannt, nachdem sie hunderttausende Armeedokumente an Wikileaks weiterleitete. (Archivbild) © KEYSTONE/AP U.S. Army/UNCREDITED
Die inhaftierte Wikileaks-Informantin Chelsea Manning legt Berufung gegen ihre Gefängnisstrafe ein. Dies kündigten ihre Anwälte am Donnerstag an. Die 35-jährige Haftstrafe für die US-Soldatin sei “unglaublich exzessiv”.

Auch habe die Regierung nicht nachweisen können, dass durch Mannings Enthüllungen “die nationale Sicherheit oder diplomatischen Belange der Vereinigten Staaten beschädigt wurden”, kritisierte der Anwalt Vincent Ward.

Die als Mann unter dem Namen Bradley Manning bekannt gewordene Informantin hatte während der Stationierung im Irak hunderttausende Armeedokumente sowie Depeschen der US-Diplomatie von Militärrechnern heruntergeladen und der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt.

Nach eigenen Angaben wollte Manning eine öffentliche Debatte über die Kriege in Afghanistan und im Irak anstossen. Im Mai 2010 wurde der damalige Obergefreite auf einem Stützpunkt nahe Bagdad festgenommen, im August 2013 wurde Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt.

Nach der Verurteilung kündigte Manning an, sich ab sofort Chelsea zu nennen und als Frau leben zu wollen. Im April 2014 genehmigte ein US-Gericht die Namensänderung. Im Februar vergangenen Jahres erlaubte die US-Armee ihr dann auch eine Hormonbehandlung zur Geschlechtsumwandlung.

(SDA)


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