“Winzige Chance, dass sie überlebt”

Eines der Opfer von Salez kämpft ums überleben.
Eines der Opfer von Salez kämpft ums überleben. © TVO, Tobias Lenherr
Nach der Zugattacke von Salez ringt eine 17-Jährige mit dem Tod. Sie liegt im Koma. 75 Prozent ihrer Hautoberfläche sind verbrannt.

“Die Chancen, dass sie überlebt, liegen zurzeit bei einem Prozent”, sagt eine enge Bekannte gegenüber dem Blick. “Wir hoffen und beten.” Die 17-Jährige aus Triesenberg im Liechtenstein wurde am vergangenen Samstag im Regionalzug von einem 27-Jährigen angegriffen. Er ging mit brennbarer Flüssigkeit und einem Messer auf die Zugpassagiere los.

Wahllos ausgewählte Opfer

Die 17-Jährige scheint ein Zufallsopfer zu sein. “Sie fuhr diese Strecke sonst nie mit dem Zug”, sagt ein Bekannter der Zeitung. “Sie war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.”

Den zwei weiteren Opfern im Spital geht es langsam besser. Eine 43-jährige Frau und ihre 6-jährigen Tochter sind nicht mehr in Lebensgefahr. Ihren schweren Verletzungen erlegen ist eine 34-jährige Frau. Sie wurde gestern in Sevelen beerdigt.

Tatmotiv immer noch ungeklärt

Das Motiv des Täters ist weiterhin unklar. Die Untersuchungsbehörden gehen davon aus, dass er seine Opfer nicht kannte. Mehrere Medienberichte zeigen, dass der 27-Jährige ein Sonderling war. Er scheint ein Einzelgänger gewesen zu sein, der während der Schulzeit gemobbt wurde. Er ist nach der Attacke im Spital gestorben.

(red.)


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