«Wir haben noch nie etwas gewonnen»

Die Izi Bizi Tini Winis sind ebenfalls unter den Gewinnern.
Die Izi Bizi Tini Winis sind ebenfalls unter den Gewinnern. © zVg
Es war ein hin und her und ein auf und ab, doch nun ist das FM1Today-Guggen-Voting entschieden. Es hat eine Wende genommen, die selbst uns überrascht hat.

Gewonnen hat nicht eine, nicht zwei, sondern gleich drei Guggen aus dem FM1-Land. Die Rhii Joolis aus Rüthi, die Izi Bizi Tini Winis aus Herisau und die Räbafäger aus Altstätten haben im Voting deutlich besser abgeschnitten als alle anderen Gruppen. Einen alleinigen Gewinner gibt es aber nicht: Die drei Guggen haben entschieden, sich den Preis zu teilen. Wichtig sei, dass die Guggen ein grosses Publikum erreichen, nicht, wer zuoberst auf dem Treppchen stehe. Beim Voting haben sich aber alle drei extrem ins Zeug gelegt.

Rhii Joolis haben QR-Codes verteilt

«Wir haben viel Werbung gemacht, unter anderem waren wir an einem Auftritt in Deutschland und haben dort QR-Codes verteilt, mit denen die Leute für uns voten konnten», sagt Sebastian Büchel, Präsident der Rhii Joolis aus Rüthi. Diese Werbung habe aber nicht nur den Rhii Joolis genützt, sondern auch den anderen Ostschweizer-Guggen. «Die Guggen sind durch das Voting etwas bekannter geworden und damit haben doch alle gewonnen».

Premiere für die Izi Bizi Tini Winis

«Wir sind nicht die beste Gugge, wir haben es einfach lustig untereinander», sagt die Präsidentin der Izi Bizi Tini Winis, Ramona Zingali. «Aber wenn es um gute Stimmung geht, dann sind wir immer vorne mit dabei.» Das sieht man auch im Video, das uns die Gugge geschickt hat. Die Herisauer haben noch nie etwas gewonnen. Umso grösser ist die Freude, im Voting als eine der drei besten Guggen abgeschnitten zu haben. Ramona Zingali hat als Präsidentin der Izi Bizi Tini Winis nun die Freude, die frohe Botschaft den anderen Guggern mitzuteilen. «Ich weiss noch nicht, wie ich sie überraschen werde, ich werde mir aber etwas einfallen lassen», lacht sie.

«Andere Guggen haben gratuliert und mitgevotet»

Die Izi Bizi Tini Winis wurden von vielen Guggen aus der Region unterstützt. Am Samstag trat die Gugge an einem Guggenmusikfest in Herisau auf. «Dort haben uns andere Herisauer Guggen dazu gratuliert, dass wir es ins Finale geschafft haben und viele haben noch für uns abgestimmt», sagt Ramona Zingali. Auch auf ihrer Webseite und auf Facebook hat die Gugge kräftig die Werbetrommel gerührt.

Räbafäger waren im FM1-Studio zu Gast

Auch die Räbafäger aus Altstätten haben am Wochenende «den Ausnahmezustand über die Gugge verhängt», um das Voting für sich zu entscheiden, sagt Mathias Keel, Präsident der Räbafäger. «Wir sind extra nach St.Gallen gefahren, haben in der Stadt gespielt und Flyer verteilt, dann sind wir zu euch ins FM1-Studio gekommen. Am Schluss war jeder nur noch am Handy und hat gevotet», sagt Mathias Keel. Doch auch den Räbafägern ist nicht der Sieg das Wichtigste, sondern die Plattform, die sie durch die Abstimmung erhalten haben. «Das Voting hat gezeigt, wie wichtig Guggen für die Ostschweiz sind und natürlich auch, wie sehr sich die Guggen ins Zeug legen und mit Leidenschaft dabei sind.»

Gewonnen haben eigentlich alle Guggen

Ob erster, zweiter oder achter, das Voting hat den Guggenmusiken im FM1-Land Spass gemacht. «Es war einfach schön zu sehen, wie sich alle für dieses Hobby einsetzen», sagt Mathias Keel von den Räbafägern. Der Sieg rückt in den Hintergrund, auch der Preis war den Guggern nie wichtig. Dem schliessen sich die Rhii Joolis an. «Es war einfach spannend zu sehen, wie die Guggen in der Ostschweiz mit Herzblut dabei sind», findet Sebastian Büchel. Auch die Izi Bizi Tini Winis wären mit einem anderen Platz zufrieden gewesen. «Es war einfach cool, dass wir eine Plattform hatten, Guggenmusik ist ja nicht bei allen beliebt, aber jetzt standen wir auch einmal im Vordergrund», sagt Ramona Zingali. Dass der Rang den Guggen schlussendlich egal ist, bestärken auch viele Kommentare von Nutzern. «Wettbewerbe unter Guggen nehmen immer alle so ernst. Den Guggen ist das doch sowas von egal, wer das welche am liebsten mag. Uns gehts darum zu feiern und Spass zu haben», schreibt ein User, der wohl Mitglied einer Guggenmusik ist.

Dass die Guggen einfach Spass an der Sache haben, erlebten wir am eigenen Leib, als die Räbafäger am Samstag vorbei kamen.

(enf)


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