“Wir transportieren keine Särge im Bus”

Von Dario Cantieni
Alfred Ackermann, Bestatter aus Sargans über Särge und Verbrecher jagen
Der Totengräber macht sich wieder auf Verbrecherjagd. Die Fernsehserie “Der Bestatter” startet in die vierte Runde. Während Mike Müller im TV die bösen Buben jagt und nebenbei ein Sarg nach dem anderen abfertigt, sieht die Realität eines echten Bestatters etwas anders aus. Wir haben einen besucht.

Wenn die neue Staffel “Der Bestatter” anläuft, wird auch Alfred Ackermann aus Sargans vor dem Fernseher sitzen. Er hat sein eigenes Bestattungsunternehmen und verfolgt die Serie mit grossem Interesse. Auch wenn vieles übertrieben und unrealistisch dargestellt wird, so erkennt er seinen Beruf doch hie und da wieder. “Beispielsweise, als der Bestatter eine Urne auf ein Floss stellt und den Fluss runter schickt. Ähnliche Szenen hatten wir auch schon.” Oder die Geschichte, als in der Serie ein Kind zu seiner Mutter in den Sarg lag, um sich von ihr zu verabschieden. “Ein Bestatter-Kollege erzählte mir, dass er die gleiche Situation selber erlebte.”

“Wir ermitteln nicht selber”

Aber natürlich gibt es auch viele Szenen, bei denen die Filmemacher übertrieben haben. So beispielsweise, als Fabio – Mike Müllers Gehilfe und Nachwuchsbestatter- mit einem Babysarg im Bus fährt. “Das machen wir natürlich nicht”, erklärt Ackermann. Und auch ein Bestatter im Grufti-Look, so wie ihn Fabio trägt, gehöre nicht zum Kleidungsstil eines Bestatters. Trotz diesen kleinen – aber offenbar aus dramaturgischen Gründen nötigen – Ungereimtheiten bereite ihm die Serie grossen Spass. (red)

Der Bestatter läuft ab heute, 05. Januar, jeden Dienstagabend ab 20.05 Uhr auf SRF1.

 

 


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