“Wir werden für mehr Sicherheit auf unseren Zügen kämpfen”

Der ZPV möchte mit mehr Zugpersonal die Sicherheit erhöhen.
Der ZPV möchte mit mehr Zugpersonal die Sicherheit erhöhen. © KEYSTONE/Symbolbild
Nach der Zugattacke vom Samstag in Salez zeigt sich die Gewerkschaft des Zugpersonals bestürzt. Sie ist überzeugt: Zeigt sich das Zugpersonal präsent, fühlen sich die Reisenden sicherer.

Wenige Tage nach dem tragischem Vorfall in der Südostbahn zwischen Buchs und Sennwald drückt der Zugpersonalverband (ZPV) der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) den Opferfamilien sein Beileid aus. “Wir trauern mit euch”, schreibt der Verband am Mittwoch in einem Beileidsschreiben. Es richtet sich an die Angehörigen der Opfer, an die direkt Betroffenen, an die Berufsgruppen des öffentlichen Verkehrs sowie an die Direktionen der Unternehmen.

“Es kann jederzeit etwas Schlimmes geschehen”

“Dieser Vorfall zeigt es: Es kann jederzeit etwas Schlimmes geschehen”, heisst es im Schreiben. Der Zugpersonalverband ist überzeugt, dass unbesetzte Bahnhöfe sowie unbegleitete Züge für Unbehagen sorgen. “Wir, vom ZPV, werden weiterhin für mehr Sicherheit auf unseren Zügen kämpfen”, versichert der Verband.

Das Zugpersonal sei in der Lage, kritische Situationen schnell zu erkennen. Die Präsenz der Zugbegleiter führe dazu, dass sich die Fahrgäste sicherer fühlen. Gegenüber der “Aargauer Zeitung” sagt Hans-Ruedi Schürch vom Lokomotivpersonalverband LPV-SEV: “Für mich ist der Fall klar: Es braucht wieder in jedem Regionalzug einen Zugbegleiter”.

Auch Zugbegleiter in solchen Situationen machtlos

Am Montag kommunizierte die Südostbahn, sie werde ihr Sicherheitsdispositiv nach dem Vorfall vom vergangenen Samstag “nochmals intensiv prüfen”. Die Sicherheit der Reisenden habe oberste Priorität. Hans Altherr, Verwaltungsratspräsident der Südostbahn, findet allerdings, dass auch ein mitfahrender Zugbegleiter am Samstag machtlos gewesen wäre. Das Sicherheitskonzept entspreche jenem anderer Regionalbahnen, sagt er im “St.Galler Tagblatt”.

(lag)


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