Riehens Ameisenwelt wird untersucht

Eine Schwarze Wegameise ist in ein beschädigtes Nest der Gelben Wegameise gelangt, die versuchen, den Eindringling abzuwehren.
Eine Schwarze Wegameise ist in ein beschädigtes Nest der Gelben Wegameise gelangt, die versuchen, den Eindringling abzuwehren. © B. Braschler / Universität Basel
Forschende der Universität Basel haben die Ameisengemeinschaften in Riehen bei Basel untersucht. Dabei stiessen sie auf eine beträchtliche Ameisenvielfalt im Siedlungsgebiet, darunter auch gefährdete Arten.

28 der 139 Ameisenarten der Schweiz kommen im Siedlungsgebiet, Wald und landwirtschaftlicher Umgebung in und bei Riehen vor, wie die Universität Basel am Mittwoch mitteilte. In Parkanlagen stiessen Forschende sogar auf gefährdete Arten wie die Untergrundameise Aphaenogaster subterranea, die auf der Roten Liste der Schweiz aufgeführt ist.

Interessant war laut Mitteilung auch der Befund, dass grössere Arten und solche mit deutlich erkennbaren Ameisenhügeln im Siedlungsgebiet fehlten. Kleinere und mittelgrosse Ameisenspezies, von denen die meisten unauffällige Erdnester bauen, scheinen hingegen besser an häufige Störungen durch Menschen angepasst zu sein.

Zwar fanden sich in Parkanlagen und Gehölzen im Riehener Siedlungsraum auch baumbewohnende Arten, doch unterschied sich das Artenspektrum in Gehölzen deutlich von dem im nahen Wald. Grund sei die intensive Nutzung der Gehölze als Naherholungsgebiet. Dadurch werde die Streuschicht reduziert, auf die die Waldameisenarten angewiesen sind, so dass sich eher anspruchslosere Arten ausbreiten.

Ameisen spielen eine wichtige Rolle in diversen Ökosystemen, da sie die Erde auflockern und durchmischen, Samen verbreiten und Schädlinge reduzieren. Die verschiedenen Arten erfüllen diese Aufgaben aber mit unterschiedlicher Effizienz. Deshalb ist es gemäss Universität Basel wichtig, die Artenzusammensetzung zu untersuchen.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen