Wo kommt der FC Wil-Campus hin?

Die IGP Arena während einem Testspiel.
Die IGP Arena während einem Testspiel. © (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Die Clubführung des FC Wil hat ein weiteres ambitioniertes Projekt: Sie plant auf Wiler Stadtgebiet eine neue, grosse Trainingsanlage mit zwei Fussballplätzen, einem vierstöckigen Gebäude mit Räumen für Fitness und Erholung und einem Schwimmbad. Wo die Anlage gebaut werden soll, wollen die Verantwortlichen jedoch noch nicht bekanntgeben. Mehrere Standorte kommen in Frage.

Es ist im Moment die interessanteste Frage: Wo wird die neue Trainingsanlage des FC Wil gebaut? Kommt sie neben der Migros beim Bahnhof zu stehen? Auf dem Bergholz-Areal, wo der FC Wil bereits Trainingsplätze hat oder doch ganz irgendwo anders? Weil noch keine genauen Détails über das Projekt bekannt sind, kommen zurzeit noch verschiedene Bauzonen in Frage. Neben der Migros (Kernzone) oder auf dem Bergholz-Areal (Zone für öffentliche Bauten und Anlagen) wird die neue Anlage aber sicher nicht gebaut.

Dies, weil die Anlage auf einem privaten Grundstück entstehen soll. Man sei sich mit einem privaten Eigentümer so gut wie einig, es fehle aber noch die Unterschrift, sagt der FC Wil-Verwaltungsrat Abdullah Cila gegenüber dem St. Galler Tagblatt. Ausserdem sei das Gebäude zonenkonform. Am wahrscheinlichsten ist deshalb, dass es in der Wohn- und Gewerbezone gebaut wird.

Schlechte Erfahrungen

Weil das Gebäude zonenkonform sei, rechnen die Verantwortlichen nicht mit grossen Verzögerungen. Ist dies Taktik oder einfach naiv? Klar ist, das Projekt ist sportlich. Bereits in einem Jahr soll der neue Trainingscampus bezugsbereit sein. Auch bei der Stadt Wil heisst es auf Anfrage, dieses Ziel sei sehr ambitioniert. Bisher ist nämlich noch kein Baugesuch eingereicht worden.

Einsprachen garantiert

Laut Stefan Hauser, Informationsbeauftragter der Stadt Wil, dauern die meisten Baugesuche vier bis sechs Wochen. Bei einem solchen Projekt wie der neuen Trainingsanlage ist aber davon auszugehen, dass es Einsprachen geben wird. Dazu sind im Normalfall Anwohner im Umkreis von 300 Metern des geplanten Projektes berechtigt.

In diesem Zusammenhang sei das Islamische Begegnungszentrum in Wil erwähnt. Dort haben Anwohner seit 2011 durch Einsprachen den Baustart immer wieder verzögert. Nun darf das Zentrum aber gebaut werden – nur viel später als geplant.

(red)


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