Wolf schlägt in Flums zu

Wolf schlägt in Flums zu
© vwl-ost.ch
Der Kanton St.Gallen verzeichnet den ersten Wolfriss in diesem Jahr. Dabei hat ein Wolf in Flums drei Schafe getötet und drei weitere verletzt. Eine DNA-Analyse soll Klarheit schaffen, ob es sich um ein Tier des Calanda-Rudels oder einen neu zugewanderten Wolf handelt.

Ein Wolf hat in der Ortsgemeinde Flums-Kleinberg sechs Schafe gerissen. Dabei sind drei halbjährige Lämmer getötet, wie die Vereinigung zum Schutz der Weidetierhaltung und ländlichem Lebensraum (VWL) der Kantone Glarus, St.Gallen und beider Appenzell am Donnerstag mitteilt.

Dominik Thiel, Leiter des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St.Gallen bestätigt eine entsprechende Anfrage der Nachrichtenagentur sda. “Drei Tiere waren tot, drei verletzt, zwei Schafe mussten von ihrem Leiden erlöst werden.”

Nun würden DNA-Analysen vorgenommen, um zu prüfen, ob es sich beim Wolf um ein Tier des Calanda-Rudels oder um einen neu zugewanderten Wolf handle, sagte Thiel. Die Risse seien jetzt schon als Wolfrisse deklariert worden, dazu brauche es keine DNA. Weitere Fälle von Wolfrissen seien in diesem Jahr keine bekannt.

Auf den Alpen der Ortsgemeinde Flums-Kleinberg werden laut VWL 2500 Schafe in drei behirteten Herden gesömmert. Am Abend nach dem Vorfall seien die Schafe zur Hütte getrieben und in einen Pferch gesperrt worden.

(sda/red.)


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