Wolfabschuss stösst erneut auf Widerstand

Junge Wölfe (Archivbild KEYSTONE/EPA/UWE ZUCCHI)
Junge Wölfe (Archivbild KEYSTONE/EPA/UWE ZUCCHI) © KEYSTONE/EPA/UWE ZUCCHI
Nachdem sich anfangs Woche der WWF und Pro Natura gegen den geplanten Abschuss von zwei Wölfen aus dem Calanda-Rudel gewehrt haben, melden sich heute der Wildtierschutz und der Schweizer Tierschutz zu Wort.

Die Kantone St.Gallen und Graubünden wollen zwei Wölfe aus dem Calanda-Rudel abschiessen. Das Rudel verhalte sich “zunehmend problematisch” und komme den Menschen zu nahe. Für den Wildtierschutz Schweiz ist dies der falsche Weg. “Es ist nicht bewiesen, dass sich nach dem Abschuss das Verhalten des Rudels ändert”, teilt der Verein heute mit.

Krasser Widerspruch

Die Pläne der  Kantone hätten für Befremden gesorgt. Bedenklich sei , dass der kürzlich gegründete Verein “Schweiz ohne Grossraubtiere” durch Steuergelder zum Beispiel in den Kantonen Graubünden und St.Gallen über die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete mitfinanziert werde. Dies sei ein krasser Widerspruch gegen den von vielen Kantonen geforderten sachlichen Umgang mit Grossraubtieren.

Keine Hetzjagd auf Jungwölfe

Auch der Schweizer Tierschutz verurteilt das Vorgehen der Kantone St.Gallen und Graubünden aufs Schärfste. Eine erhebliche Gefährdung von Menschenleben sei keinesfalls gegeben. Diese sei laut Jagdverordnung jedoch nötig für den Abschuss der geschützten Art.

Mit seiner von 25’000 Personen unterzeichneten Petition “Mehr Schutz für Alpschafe und Wolf” fordert der Schweizer Tierschutz vom Bundesamt für Umwelt BAFU, dass die präventiven Lockerungen des Wolfschutzes rückgängig gemacht werden.

(red.)


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