Wolfsburg und Captain Diego Benaglio stagnieren – Bayerns 2:0

Wolfsburg und Benaglio: Der Cupsieger stagniert
Wolfsburg und Benaglio: Der Cupsieger stagniert © KEYSTONE/AP/MICHAEL PROBST
Wolfsburg stagniert. Beim 1:1 gegen Köln am 19. Bundesliga-Spieltag kommt das Team von Captain Diego Benaglio erneut nicht auf Touren. Bayern besiegt den Vorletzten Hoffenheim im Spargang 2:0.

Die Serie ohne Sieg umfasst nun bereits sechs Runden, die Situation der Niedersachsen ist nicht bedrohlich, wird aber ungemütlich. Der Rückstand auf einen direkten Champions-League-Platz ist auf sieben Punkte angewachsen. Die Kritik an den teuren, aber ausser Form geratenen Schlüsselspielern des VfL dürfte sich ausweiten. Die längste Flaute unter Trainer Dieter Hecking wird weitere Diskussionen auslösen. Köln hingegen erreichte im Rahmen seiner vergleichsweise beschränkten personellen Mittel mit dem vierten Auswärts-Remis in Serie den maximalen Ertrag.

Julian Draxlers 1:0 in der 67. Minute genügte nicht, die in Wolfsburg auf Bundesliga-Ebene in der Regel überaus harmlosen Kölner abzuschütteln. Der Franzose Anthony Modeste schloss einen der wenigen Gegenstösse der Gäste erfolgreich ab, für Benaglio war der präzise Schuss nicht zu stoppen. Eine spürbare Reaktion des weitgehend blassen Favoriten blieb aus, die nächste Enttäuschung des Champions-League-Achtelfinalisten war nicht abzuwenden.

Lewandowskis Bilanz

Einmal mehr schuf Robert Lewandowski die Zäsur zu Gunsten der entrückten Bayern im Alleingang. Der polnische Topskorer markierte gegen den spielerisch mittellosen Aussenseiter Hoffenheim beide Tore. Seine persönliche Bilanz gegen den TSG-Torhüter Oliver Baumann ist bemerkenswert: In zehn Duellen mit dem 25-Jährigen schoss der Stürmer zwölf Treffer. Beim ausserhalb seines eigenen Stadions seit dem 26. September 2015 sieg- und oft chancenlosen Tabellenvorletzten fehlten in der Allianz-Arena zwei von drei Schweizern: Pirmin Schwegler leidet unter Oberschenkelproblemen, Nationalspieler Fabian Schär sass bei der Lehrstunde nur auf der Ersatzbank, einzig Steven Zuber kam als Joker zum Zug.

Ingolstadt schäumt vor Wut

Ein verbales Nachbeben folgte dem umstrittenen 2:0-Erfolg Dortmunds gegen Ingolstadt (10.). Die Aufsteiger beschwerten sich zu Recht über den desolaten Auftritt des Schiedsrichter-Trios. In den Fokus der verärgerten Gäste rückte Guido Winkmann, der mit seinen lamentablen Pfiffen den Tabellenzweiten erheblich bevorteilte.

Der Spielleiter hatte früh ein Penalty-Foul des BVB-Verteidigers Hummels übersehen und annullierte später ein Eigentor des Dortmunder Captains wegen eines angeblichen Fouls seines Gegenspielers – in beiden Fällen war von den Fehlern Winkmanns der frühere Luzerner Topskorer Dario Lezcano betroffen. Die Offside-Position beim entscheidenden 1:0 von Pierre-Emerick Aubameyang entging dem Referee ebenfalls.

Ingolstadts Coach Ralph Hasenhüttl schäumte nach dem Schlusspfiff vor Wut. Die Entscheide zu seinen Ungunsten taxierte der aufgebrachte Österreicher als “Riesensauerei”. Sein Branchenkollege Thomas Tuchel akzeptierte die Kritik am 1:0 und erklärte, er würde die Einführung des Video-Beweises befürworten. Die übrigen Vorwürfe an die Adresse des Schiedsrichters entkräftete der Dortmunder Trainer hingegen, die Entscheide seien nicht falsch gewesen: “Sie können auch anders ausgelegt werden”.

Kurztelegramme der 19. Runde. Sonntag:

Wolfsburg – Köln 1:1 (0:0). – 29’156 Zuschauer. – Tore: 67. Draxler 1:0. 75. Modeste 1:1. – Bemerkungen: Wolfsburg mit Benaglio, Rodriguez.

Bayern München – Hoffenheim 2:0 (1:0). – 75’000 Zuschauer (ausverkauft). – Tore: 32. Lewandowski 1:0. 64. Lewandowski 2:0. – Bemerkungen: Hoffenheim mit Zuber (ab 68.), ohne Schär (Ersatz), Schwegler (verletzt).

Rangliste: 1. Bayern München 19/52 (50:9). 2. Borussia Dortmund 19/44 (52:24). 3. Hertha Berlin 19/34 (29:21). 4. Bayer Leverkusen 19/31 (29:21). 5. Schalke 04 19/30 (26:26). 6. Borussia Mönchengladbach 19/29 (35:34). 7. Wolfsburg 19/27 (29:25). 8. Mainz 19/27 (24:24). 9. 1. FC Köln 19/25 (20:25). 10. Ingolstadt 19/23 (12:20). 11. Hamburger SV 19/22 (21:27). 12. Augsburg 19/21 (21:26). 13. Eintracht Frankfurt 19/21 (24:30). 14. Darmstadt 19/21 (19:29). 15. VfB Stuttgart 19/21 (27:39). 16. Werder Bremen 19/19 (23:36). 17. Hoffenheim 19/14 (18:28). 18. Hannover 96 19/14 (19:34).

(SDA)


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