Xavier Naidoo kritisiert Shitstorm nach ESC-Nominierung

Deutschland wird nie wissen, ob Xavier Naidoo am ESC besser abgeschnitten hätte als Jamie-Lee Kriewitz: Der Mut, ihn teilnehmen zu lassen, hat letztlich gefehlt. (Archiv)
Deutschland wird nie wissen, ob Xavier Naidoo am ESC besser abgeschnitten hätte als Jamie-Lee Kriewitz: Der Mut, ihn teilnehmen zu lassen, hat letztlich gefehlt. (Archiv) © Keystone/AP POOL/MARKUS SCHREIBER
Xavier Naidoo hat die scharfen Reaktionen auf seine Nominierung für den Eurovision Song Contest (ESC) kritisiert. “Wenn es eine Demokratie nicht aushält, dass ein kleiner Sänger aus Mannheim sein Maul aufmacht, dann ist die Demokratie auch nichts wert.

Der für den ESC verantwortliche Norddeutsche Rundfunk (NDR) hatte den Sänger im vergangenen November zunächst ohne den sonst üblichen Vorentscheid als Teilnehmer für den europäischen Musikwettbewerb bestimmt, die Nominierung nach heftiger Kritik aber wieder zurückgezogen. Naidoo gilt wegen politischer Äusserungen als umstritten.

“Es war für mich immer klar, dass ich mir nicht ganz sicher bin, ob die in der Lage sein werde, mich auch wirklich durchzuboxen. Ich wusste natürlich, es wird einen Riesenshitstorm geben”, erklärte Naidoo in der Musik-Doku “Die Xavier Naidoo-Story”, die am Dienstagabend auf Vox ausgestrahlt wurde. Der 44-Jährige hatte monatelang zu den Vorfällen geschwiegen.

Nach dem Debakel um Naidoo liess der NDR in einem Vorentscheid zehn Musiker um das ESC-Ticket für Deutschland antreten. Die Gewinnerin, Jamie-Lee Kriewitz, landete beim Song Contest vor eineinhalb Wochen auf dem letzten Platz.

(SDA)


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