YB-Frust nach dem 1:3 gegen Mönchengladbach

Frustrierte Berner (im Vordergrund Guillaume Hoarau) am Boden - 1:3-Heimniederlage gegen Mönchengladbach
Frustrierte Berner (im Vordergrund Guillaume Hoarau) am Boden - 1:3-Heimniederlage gegen Mönchengladbach © KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Das 1:3 der Young Boys im Playoff zur Champions League hallt nach. Die Berner ärgern sich, die souveräne Borussia aus Mönchengladbach macht klare Ansagen. Nach dem sehenswerten Ausgleich von Miralem Sulejmani (56.) bahnte sich für die Young Boys zumindest ein respektables Ergebnis an.

“Wir waren viel besser im Spiel als zuvor”, befand Leonardo Bertone zu jener guten Berner Phase zu Beginn der zweiten Hälfte.

Sie hätten Druck erzeugt und Charakter gezeigt, betonte der YB-Mittelfeldspieler. Doch die Borussia hielt sich nicht an das Drehbuch der Einheimischen. Mit einer Tor-Doublette innerhalb von 120 Sekunden beseitigte sie stattdessen bis zur 69. Minute alle Diskussionen.

Vor allem das 1:2 von André Hahn machte dem Super-League-Vertreter zu schaffen – auf dem Platz und in der ersten verbalen Aufarbeitung. Die Verlierer erhoben deutliche Vorwürfe in Richtung des italienischen EM-Schiedsrichters Nicola Rizzoli – er habe gleich zwei Offside-Situationen übersehen, behaupteten die verärgerten YB-Exponenten.

“Diese blöde Situation stoppte unseren Rhythmus”, beklagte sich Bertone. Für seinen Coach Adi Hütter war die umstrittene Szene “der Knackpunkt”. Für den Fehler des Referees brachte der YB-Taktgeber kein Verständnis auf: “Das kann ich nicht nachvollziehen.”

Hütter schob die Verantwortung für den deutlichen Fehltritt allerdings nicht ausschliesslich dem Unparteiischen in die Schuhe. In einer ersten Phase hätten sie Gladbach zu einfach gewähren lassen. “Zu wenig mutig, zu wenig griffig, zu wenig giftig.”

Derweil YB bereits acht Pflichtspiele in den Knochen hat, blickte Borussias Coach André Schubert auf die ersten 90 Wettkampfminuten der neuen Saison zurück. Er tat es mit einem Lächeln. In Mönchengladbach kommen sich unter normalen Umständen im nächsten Herbst erneut in den Genuss der prickelnden Champions-League-Dimension.

Den souveränen Erfolg wird sich der inzwischen zur erweiterten Bundesligaspitze aufgestiegene Verein im Playoff-Rückspiel nicht mehr entreissen lassen. “Keiner wird Bern unterschätzen”, so Schubert. Er ortete gar Raum zur Steigerung: “Wir können den Ballbesitz noch besser ausspielen.”

Schubert stellte klar, dass er vor dem Heimspiel am Mittwoch nächster Woche niemanden warnen müsse; das Team habe einen zu langen und intensiven Prozess hinter sich. “Die Mannschaft hat seit dem 5. Spieltag extrem viel investiert, eine unglaubliche Saison gespielt und sich dieses Geschenk erarbeitet, um den Platz in der Champions League spielen zu dürfen.”

(SDA)


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