YB gibt erstmals unter Trainer Adi Hütter Punkte ab

Im fünften Super-League-Spiel erstmals nicht Sieger: YB-Coach Adi Hütter
Im fünften Super-League-Spiel erstmals nicht Sieger: YB-Coach Adi Hütter © KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Im sechsten Pflichtspiel unter Adi Hütter geben die Young Boys erstmals Punkte ab. Im Auswärtsspiel gegen Vaduz kommen die Berner nicht über ein 1:1 hinaus.Vaduz bot im Rheinpark die mutmasslich beste Halbzeit der Saison.

Die Liechtensteiner überraschten YB ab Spielbeginn mit schnellen Spielverlagerungen und temporeichen Vorstössen, die Folge davon waren fünf sehr gute Chancen. Woran es der gut vorbereitet wirkenden Mannschaft von Giorgio Contini mangelte, war die Effizienz. Dafür wurde sie nach 27 Minuten bestraft. YB nutzte die zweite schnelle Kombination zum Führungstreffer. Leonardo Bertone spielte einen Ball in die Tiefe, Yuya Kubo leitete mit einem sehenswerten Hackentrick weiter, Miralem Sulejmani vollendete. Für den formstarken Serben, der unter Hütter regelrecht aufgeblüht ist, war es der fünfte Treffer. Dazu kommen beim kostspieligen Neuzugang drei Assists.

Es war nicht so, dass die Vaduzer Reaktion auf den Nackenschlag spielerisch heftig ausfiel. Dennoch dauerte es bis zum Ausgleich nur vier Minuten. Markus Neumayr nutzte im Anschluss an einen Corner die ungeklärten Verhältnisse in der YB-Abwehr zu seinem ersten Tor seit mehr als einem halben Jahr. Für die nach- und durchlässige Verteidigung der Young Boys war die Art, wie das 1:1 zustande kam, ein Spiegelbild des Auftritts vor der Pause. Gegen einen Gegner von grösserem Kaliber und mit mehr Durchschlagskraft wäre YB womöglich nach einer Viertelstunde 0:3 in Rückstand gelegen.

In der zweiten Halbzeit stimmte die Zuordnung beidseitig wesentlich besser, Chancen blieben Mangelware. Vom Glück begünstigt war YB in der 49. Minute, als eine Aktion von Alexander Gerndt am Pfosten des eigenen Tores fälschlicherweise nicht als Hands und folglich mit Penalty geahndet wurde. Nach drei spektakulären Heimsiegen gegen Vaduz (4:0), Basel (4:3) und GC (3:1) sowie den eher durchschnittlichen Leistungen in den Auswärtsspielen in Thun (1:0) und im Cup in Chiasso (2:0) gehörte jene vom Samstag wieder zur letzteren Kategorie. Hütters Forderung, auch in den Auftritten ausserhalb des Stade de Suisse dominant zu spielen, kamen die Spieler kaum wie gewünscht nach.

Telegramm:

Vaduz – Young Boys 1:1 (1:1). – 3427 Zuschauer. – SR Hänni. – Tore: 27. Sulejmani (Kubo) 0:1. 31. Neumayr (Caballero) 1:1.

Vaduz: Jehle; Grippo, Kaufmann, Bühler (46. Stahel); Untersee, Ciccone, Costanzo, Borgmann; Neumayr; Caballero (76. Kamber), Avdijaj (79. Kukuruzovic).

Young Boys: Mvogo; Hadergjonaj, Wüthrich, Vilotic, Benito; Zakaria, Bertone; Steffen (89. Nuzzolo), Sulejmani; Kubo (74. Afum), Gerndt (89. Tabakovic).

Bemerkungen: Vaduz ohne Fekete, Hasler, Klaus, Messaoud, Schürpf, Manuel Sutter, Von Niederhäusern (alle verletzt) und Muntwiler (gesperrt), Young Boys ohne Hoarau, Seferi, Von Bergen (alle verletzt), Gajic und Sanogo (beide rekonvaleszent). Verwarnungen: 3. Wüthrich (Hands). 50. Grippo. 74. Costanzo. 76. Kaufmann (alle wegen Fouls).

Resultate: Grasshoppers – Luzern 1:0 (1:0). Vaduz – Young Boys 1:1 (1:1). – Rangliste: 1. Basel 11/28. 2. Grasshoppers 12/24. 3. Young Boys 12/22. 4. Luzern 12/19. 5. Sion 11/15. 6. St. Gallen 11/12. 7. Vaduz 12/11. 8. Zürich 11/8 (16:23). 9. Thun 11/8 (13:22). 10. Lugano 11/8 (9:23).

(SI)


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