Young Boys starten in Champions-League-Quali

Trainer Adi Hütter will mit den Young Boys auf Erfolgskurs bleibens
Trainer Adi Hütter will mit den Young Boys auf Erfolgskurs bleibens © KEYSTONE/THOMAS HODEL
Für die Young Boys beginnt am Dienstagabend in der Ukraine gegen Schachtar Donezk mit der 3. Qualifikationsrunde für die Champions League die diesjährige Europacup-Kampagne.

Im besten Fall führen die kommenden zwei Qualifikationsrunden YB erstmals in die Gruppenphase der Champions League.Die Hürden auf dem Weg dorthin sind allerdings hoch. Selbst wenn sich der Zweite der letzten Super-League-Saison gegen Schachtar Donezk durchsetzt, wartet in den Playoffs ein weiteres Schwergewicht. Trainer Adi Hütter gab deshalb die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase als Ziel aus. Mit einem Erfolg gegen Schachtar wäre dieses schon erreicht. Bei einer Niederlage bekäme YB Mitte August eine zweite Chance, um in den kleinen Europacup einzuziehen.

Natürlich geben sich die Young Boys nicht im Voraus geschlagen. Sie sind nach sehr erfolgreichen letzten Monaten am Montag mit breiter Brust nach Lwiw geflogen, wo Schachtar alle seine Heimspiele austrägt, weil das im Osten der Ukraine gelegene Donezk seit dem Beginn des Konflikts mit Russland als zu unsicher gilt. Am Freitag bestritt Schachtar sein erstes Meisterschaftsspiel: Es gewann gegen Zirka Kirowograd 4:1 vor nur etwas mehr als 1500 Zuschauern.

Trotz des geringen Supports, den der Champions-League-Dauergast in seiner temporären Heimat geniesst, ist er im Duell mit den Young Boys klarer Favorit. In der vergangenen Saison stiess er nach dem Out in der Champions-League-Gruppenphase in der Europa League bis in die Halbfinals vor. Hütter hofft, dass die in der Offensive mit viel brasilianischer Kunst ausgestatteten Ukrainer den Vertreter aus der Super League etwas unterschätzen und nach dem Trainerwechsel die Automatismen noch nicht ganz da sind. Der Portugiese Paulo Fonseca ersetzte im Frühsommer den Rumänen Mircea Lucescu, der Schachtar zwölf Saison lang betreut hatte.

Es sei eine sehr offensive Mannschaft, hielt Hütter fest. “Das wir zuerst auswärts antreten können, ist sicher ein Vorteil.” Leonardo Bertone, am Samstag Torschütze beim 2:0 in St. Gallen, weiss, worauf es im Hinspiel ankommt: kämpfen und gut stehen. Die Mannschaft sei heute weiter als vor einem Jahr. Damals endete der Europacup-Traum bei einer fast identischen Ausgangslage schon in der Qualifikation. Nach dem Out gegen die AS Monaco in der Champions-League-Ausscheidung verpassten die Berner gegen den aserbaidschanischen Meister Karabach Agdam auch den Einzug in die Europa League.

(SDA)


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