Zaghafte Netflix-Prognose enttäuscht Wall Street

Netflix bietet ihren Videostreaming-Dienst mittlerweile auf fast der ganzen Welt an. Doch wachsen die Nutzerzahlen langsamer, als von den Branchenkennern erwartet.
Netflix bietet ihren Videostreaming-Dienst mittlerweile auf fast der ganzen Welt an. Doch wachsen die Nutzerzahlen langsamer, als von den Branchenkennern erwartet. © KEYSTONE/AP/ELISE AMENDOLA
Der Online-Videodienst Netflix hat mit einer zurückhaltenden Prognose für das Wachstum der Nutzerzahlen im laufenden Quartal die Börse schwer enttäuscht. Die Aktie brach nach Vorlage der Zahlen binnen Minuten um mehr als zwölf Prozent ein.

Netflix rechnet für das zweite Vierteljahr mit einem Plus von zwei Millionen Nutzern ausserhalb der USA und 500’000 im Heimatmarkt. Das lag unter den Erwartungen der Analysten.

Netflix war Anfang Januar auf einen Schlag in 130 neuen Ländern gestartet und ist jetzt fast überall auf der Welt verfügbar, bis auf China und einige wenige Länder wie Nordkorea. Im ersten Quartal stieg die Zahl der Nutzer in den USA um 2,23 Millionen und im Rest der Welt kamen gut 4,5 Millionen hinzu. Netflix kommt nun auf 81,5 Millionen Mitglieder weltweit.

Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um rund 30 Prozent auf 1,81 Milliarden Dollar und der Gewinn von 24 auf 28 Millionen Dollar, wie Netflix nach US-Börsenschluss am Montag mitteilte. Der internationale Ausbau brachte ausserhalb der USA einen operativen Verlust von 104 Millionen Dollar ein, während es im Heimatmarkt auf dieses Basis einen Gewinn von 413 Millionen Dollar gab.

Netflix ist im Geschäft mit Videostreaming aktiv, bei dem Kunden für eine monatliche Abo-Gebühr Filme und Videos direkt aus dem Netz ansehen können. Genauso wie der schärfste international aktive Konkurrent Amazon investiert Netflix massiv in Eigenproduktionen, um sich von Konkurrenten abzuheben.

(SDA)


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