Zahl der Lawinenopfer bisher unter dem langjährigen Mittel

In Lawinen und Schneebrettern sind im zu Ende gehenden Winter bisher 13 Menschen ums Leben gekommen. (Symbolbild)
In Lawinen und Schneebrettern sind im zu Ende gehenden Winter bisher 13 Menschen ums Leben gekommen. (Symbolbild) © Keystone/GAETAN BALLY
Bisher 13 Menschen sind im zu Ende gehenden Winter in Lawinen in den Schweizer Alpen ums Leben gekommen. Das sind weniger als im langjährigen Durchschnitt, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos auf Anfrage mitteilte.

Nimmt man den Ostersonntag (27.März) als Stichtag, sind es im Mittel 19 Lawinenopfer, wie das SLF ausführte. Die langjährige durchschnittliche Opferzahl liegt bei 25 pro Jahr. In den letzten 20 Jahren kamen im Mittel 23 Menschen im Jahr in Lawinen ums Leben.

Dass die Kurve von Jahr zu Jahr stark ausschlägt, liegt daran, dass einzelne Ereignisse mit mehreren Toten sie stark beeinflussen. Das SLF schliesst denn auch nicht aus, dass sich die Zahl der tödlich Verunglückten bis zum Ende des hydrologischen Jahres am 30. September noch ändert.

32 Lawinen-Opfer

Seit dem ersten tödlichen Unglück der laufenden Saison am 24. Oktober am Piz Palü im Kanton Graubünden und bis zum Osterwochenende sind insgesamt 13 Menschen bei zehn Lawinenniedergängen ums Leben gekommen. Zum Vergleich: Im Winter davor waren bis Ende Februar bereits 25 Menschen Lawinen zum Opfer gefallen, und bis zum Ende der Saison waren es 32.

Anders als im Vorjahr ist ein Grossereignis diesen Winter bislang ausgeblieben. Ende Januar 2015 starben am Vilan am Eingang des Prättigau im Kanton Graubünden fünf Personen in einer Lawine. Im Februar kamen bei einem Unfall im Gebiet des Grossen Sankt Bernhard im Wallis vier Menschen ums Leben.

Der zu Ende gehende Winter begann spät. Wegen des ausgebliebenen Schnees war in den Weihnachtsferien kaum jemand abseits der beschneiten Pisten unterwegs. Erst als es ab Januar zum Teil ergiebig schneite, wurden Touren und Variantenabfahrten überhaupt möglich.

Grosse Lawinengefahr bei starkem Schneefall

Starke Schneefälle, vor allem im Westen und im Norden, führten im Januar und im Februar zu mehreren kritischen Situationen mit grosser Lawinengefahr, wie das SLF ausführte. Danach wurde der Aufbau der Schneedecke im Norden und im Westen besser.

Im Süden und im Osten dagegen blieb das Schneemanko bis in den März hinein bestehen und die Schneedecke war entsprechend schwach aufgebaut. Erst ab Mitte März sei die Lawinensituation verbreitet günstig gewesen, schrieb das SLF. Auch in Gebieten, in denen wenig Schnee lag, waren Lawinen aus Altschnee selten.

(SDA)


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