Zeit, dass sich was dreht – für Gröni gibt’s noch Tickets

Wer will noch ans Grönemeyer-Konzert?
Wer will noch ans Grönemeyer-Konzert? © KEYSTONE/Ennio Leanza
Heute Dienstag wird Herbert Grönemeyer 60 Jahre alt. Dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört, beweist er in knapp zwei Monaten, wenn er in der AFG Arena St.Gallen auftritt. Doch trotz Geburtstag: Der Vorverkauf könnte besser laufen.

Am 10. Juni tritt Herbert Grönemeyer in der St.Galler AFG Arena auf. Derzeit machen Gerüchte die Runde, dass der Vorverkauf miserabel läuft. Wir haben bei Frank Hubrath, Mediensprecher der ABC Production, nachgefragt.

Herr Hubrath, ganz konkret: 23’500 Plätze gibt es, wie viele Tickets wurden schon verkauft?
Frank Hubrath: Wir kommunizieren keine Zahlen. Es wurden schon einige verkauft, aber es gibt noch in allen Kategorien Tickets.

Dann läuft es nicht so gut?
Hubrath: Wir sind optimistisch. Es ist nicht ganz einfach, ein Stadion zu füllen. Die Konzertdichte in der Schweiz ist enorm. Viele Leute haben schon Tickets für Festivals gekauft.

Stimmt das Gerücht, dass erst 8000 Tickets verkauft worden sind?
Hubrath: Wie gesagt: Wir kommunizieren keine Zahlen. Aber es sind schon mehr.

Zieht Herbert Grönemeyer nicht mehr?
Hubrath: Abgerechnet wird zum Schluss. Wir werden eine würdige Kulisse hinbekommen. Die Konkurrenz auf dem Konzertmarkt ist enorm gross. In den zwei bis drei Sommermonaten geht auf dem kleinen Schweizer Markt dermassen die Post ab, was ja auch schön für die Konsumenten ist. Als Veranstalter muss man hingegen richtig ackern.

Am gleichen Tag wie das Konzert findet auch die EM-Eröffnung statt.
Hubrath: Wir schauen schon, was sonst noch so läuft. Aber exklusiv gibt es heute eh keine Veranstaltung mehr. Auch bei den Künstlern. Viele Bands gehen immer öfters auf Tour. Exklusivkonzerte kann man sich kaum mehr leisten.

Sie sprechen von einem “würdigen Rahmen”. Was unternehmen Sie dafür?
Hubrath: Wir werden noch ganz gezielt Werbung schalten. Plakate, Flyer und Social Media gehört eh dazu. Und dann wird ja Herbert Grönemeyer gerade jetzt 60 Jahre alt. Das gibt viel Medienpräsenz. Zudem haben wir mit dem FC St.Gallen einen super Partner, der uns unglaublich gut unterstützt.

Ab wievielen Zuschauern sprechen Sie von einem Erfolg?
Hubrath: Wir hoffen auf etwa 20’000 Leute. Das wäre schön. Und dafür arbeiten wir hart.

Noch zum Schluss: Hat Grönemeyer Starallüren? Können Sie da ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern?
Hubrath: Ich kenne Herbert Grönemeyer schon seit vielen Jahren. Auch aus meiner früheren Arbeit als Journalist. Wenn alle Künstler so umgänglich und unkompliziert wären, hätten wir Veranstalter viel weniger Probleme. Man kann sagen, dass Grönemeyer trotz seines Erfolgs “einer von uns” geblieben ist.

(uli)


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