Flury und Gisin zeitgleich auf Platz 6

Jasmine Flury und Michelle Gisin - hier nach ihrem Coup von St. Moritz - durften sich auch in Bad Kleinkirchheim gemeinsam freuen
Jasmine Flury und Michelle Gisin - hier nach ihrem Coup von St. Moritz - durften sich auch in Bad Kleinkirchheim gemeinsam freuen © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Jasmine Flury und Michelle Gisin bestehen die Mutprobe von Bad Kleinkirchheim. In einer extrem schwierigen Abfahrt behauptet sich das Duo zeitgleich auf Platz 6.

Im Dezember hatten Jasmine Flury und Michelle mit ihrem Doppel-Erfolg im Super-G von St. Moritz einen nie erwarteten Coup gelandet. Doch auch in der Abfahrt wird das Duo immer stärker. Flury realisierte mit dem geteilten 6. Rang ihr bestes Resultat in dieser Disziplin, nachdem sie es letzten Winter in Jeongseon auf Platz 7 geschafft hatte. Für Gisin kam Platz 6 ihrem zweitbesten Abfahrts-Ergebnis gleich. Dritte war die Engelbergerin Anfang Dezember in Lake Louise geworden.

Vor allem aber durften die beiden Schweizerinnen stolz darüber sein, wie mutig sie sich auf der Eisbahn von Bad Kleinkirchheim präsentiert hatten. Michelle Gisin freute sich: «Das war die schwierigste Abfahrt, die ich bisher bestritten haben. Es hat geschlagen wie wild. Deshalb bin ich super happy. Für eine wie mich ohne grosse Erfahrung ist das ein grossartiges Resultat.» Schon im Training, das unmittelbar vor dem Rennen stattfand, hatte sie die beste Zeit vorgelegt. Dort allerdings mit zwei Torfehlern. Im Rennen wählte sie eine noch direktere Linie – und kam ohne Fehler durch.

Das macht Lust auf mehr. Michelle Gisin wird als Allrounderin jedenfalls bis zu den Olympischen Spielen weiterhin alle Rennen – mit Ausnahme der Riesenslaloms – bestreiten. «Erholungszeit habe ich genügend», ist sie sich sicher, «wenn ich müde werde, kann ich immer noch pausieren.»

Auch Jasmine Flury war natürlich guter Dinge, nachdem sie tags zuvor nach dem Super-G noch ratlos und enttäuscht hatte abziehen müssen. Auch sie schätzte die Abfahrt von Bad Kleinkirchheim als eine der schwierigsten überhaupt ein. Probleme bescherte ihr vor allem das Training vor dem Rennen: «Da vereiste die Brille. Ich war mit 100 Stundenkilometern unterwegs und fand es nicht mehr lustig.»

Die Bündnerin wusste sich aber mit einer sehr innovativen Massnahme zu helfen. Sie startete mit einem am Daumen ihres Handschuh montierten Tüchlein. «Damit hätte ich mir die Brille sauber putzen können, wenn mir das nochmals passiert wäre.»

(SDA)


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