Zinnbauer von Angstgegner unbeeindruckt

Von Marco Latzer
Sechs Spiele in Folge vermochte der FC St.Gallen gegen seinen “Angstgegner” FC Vaduz nicht zu gewinnen. Am Sonntag steht mit dem Duell ein nächstes womöglich richtungsweisendes Aufeinandertreffen auf dem Programm. 

Leicht werde es gegen Vaduz auch dieses Mal nicht, daran lässt FCSG-Trainer Joe Zinnbauer im Interview mit FM1Today keinen Zweifel aufkommen. “Wir müssen uns in dieser Woche so dermassen konzentrieren, dass wir die Fehler, die wir gegen Zürich gemacht haben, abstellen. Und so haben wir wieder Möglichkeiten, ein Spiel zu gewinnen.” Ohne Wenn und Aber hatten die Ostschweizer nach der 0:4-Klatsche gegen den FCZ in dieser Woche hartes Brot zu essen. Der deutsche Coach brummte der Mannschaft nach der Schmach im Letzigrund ein mitternächtliches Straftraining auf.

Mannschaft hat Strafe akzeptiert

Ob es gewirkt hat, muss sich am Sonntag auf dem Rasen zeigen. “Die Mannschaft hat selbst bemerkt, dass es mit so einer Einstellung nicht geht und entsprechend hat sie auch sehr gut darauf reagiert”, so Zinnbauer. Man habe die Sache nach eingehendem Video-Studium am Tag danach abgeschlossen und wolle nun wieder nach vorne blicken. Damit richtet sich der Blick unweigerlich auf den FC Vaduz, den unterdessen unangefochtenen Angstgegner der Grün-Weissen.

In den letzten sechs Aufeinandertreffen in der Super League ging St.Gallen gegen die Liechtensteiner drei Mal als Verlierer vom Platz, ebenfalls drei Mal setzte es ein Unentschieden ab. Siege? Fehlanzeige. Der letzte “Dreier” datiert aus dem Frühjahr 2011, dem letzten Spieltag der Challenge-League-Saison, als die Espen den direkten Wiederaufstieg unter Jeff Saibene bereits im Sack hatten.

Vaduzer brennen auf ihren “Lieblingsgegner”

Trotz der vermeintlichen “FCSG-Stärke” zieren die Liechtensteiner mit ihrem Trainer Giorgio Contini das Tabellenende uns stellen zudem das heimschwächste Team der gesamten Liga. Ausser Frage steht, dass die Ex-Espen um Janjatovic, Muntwiler und Ciccone stets bis unter die Zehenspitzen motiviert sind, wenn es gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber geht. Hinzu kommt, dass die Ostschweizer nach einer weiteren Niederlage sich endgültig von den Europa-League-Rängen verabschieden und allenfalls gar dem Abstiegskampf widmen müsste. Es handelt sich um ein “Sechs-Punkte-Spiel”, wie es im Buche steht.

Kommt der FC St.Gallen mit dieser Ausgangslage klar? “Wir haben nicht von Europa gesprochen, das habt immer ihr (die Medien, die Red.) gemacht. Wir haben gesagt, dass dieser ‘Worst Case’ auch kommen kann, dass wir nach unten schauen müssen. Da hab’ ich Recht behalten. Es ist so, dass wir gegen Vaduz jetzt den nächsten Schritt machen müssen. Also nicht zu verlieren oder am besten die drei Punkte zu holen, denn dann hast du weniger Abstiegssorgen.”

Vaduz gegen St.Gallen. Im Derby ist damit wieder einmal ordentlich Zunder drin. Kickoff im Rheinpark-Stadion ist am Sonntag um 16:00 Uhr. (mla)

 


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