Zoff bei der Pegida

Keine Freunde mehr: Lutz Bachmann (links) und Ignaz Bearth.
Keine Freunde mehr: Lutz Bachmann (links) und Ignaz Bearth. © EPA/SEBASTIAN KAHNERT
Zoff bei der Pegida: Der Ostschweizer DPS-Präsident Ignaz Bearth hat sich mit dem deutschen Pegida-Pegida Gründer Lutz Bachmann zerstritten. 

Ignaz Bearth, Präsident und Mitbegründer der Direktdemokratischen Partei Schweiz, war ein beliebter Gastredner an Demos von Pegida in Dresden, der Heimat von Pegida-Gründer Lutz Bachmann. Doch diese Reisen kann sich der Uzwiler Bearth künftig sparen: Er und Pegida-Gründer Bachmann haben sich zerstritten, wie 20min.ch schreibt.

Grund für die Auseinandersetzung ist der geplante Auftritt von Bearth bei einer Grossdemo in Berlin, organisiert von radikal rechten Kreisen. Bachmann lehnt diese Kundgebung ab und fordert alle Pegida-Anhänger auf, ihr fernzubleiben. Die Demo sei vom Verfassungsschutz initiiert worden, um einen Tag vor den Wahlen in drei deutschen Bundesländern, eine Eskalation zu provozieren – und dafür die rechte Alternative für Deutschland (AFD) und Konservative verantwortlich zu machen. Notabene: Die Pegida ruft zur Wahl von AFD auf.

Lutz Bachmann behauptete ausserdem, Ignaz Bearth habe Pegida bereits vor Monaten verlassen. Das stimme nicht, wehrte sich Bearth in den sozialen Medien.

Ausserdem postete Bearth vier Videos mit Statements zur “Verleumdung von Lutz Bachmann”, wie er es nennt. Er sei noch immer Repräsentant von Pegida Schweiz.  

Auch der Frauenfelder Mike Spielmann mischt sich ein. Er ist Mitorganisator von Pegida-Demonstrationen in der Ostschweiz und schreibt im Namen von Pegida Schweiz. Man distanziere sich vom persönlichen Konflikt zwischen Bearth und Bachmann. Zum Schutz der Bewegung habe man eine neue Facebook-Seite eingerichtet. Ignaz Bearth werde von seinem Amt als Ansprechpartner für Pegida Schweiz entlassen. (red)


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