ZSC Lions schaffen 100-Punkte-Marke doch nicht

Topspieler beim Bully unter sich: Auston Matthews von den ZSC Lions (links) gegen den Davoser Perttu Lindgren
Topspieler beim Bully unter sich: Auston Matthews von den ZSC Lions (links) gegen den Davoser Perttu Lindgren © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Die ZSC Lions verpassen es, die Qualifikation zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren mit mindestens 100 Punkten abzuschliessen. Sie verlieren zum Abschluss der Regular Season gegen Davos 1:4.

Am Tag nach dem FIFA-Kongress stand im Hallenstadion nicht die wichtigste, sondern die schnellste Sportart der Welt im Fokus. Die derzeit besten Teams der NLA loteten im letzten Vergleich vor dem Playoff ihre aktuelle Reichweite aus – gut möglich, dass sich die Rivalen im Frühling in der letzten Serie um den Titel erneut begegnen werden. Zunächst haben die Lions im Viertelfinal aber den womöglich tückischen Kontrahenten Bern zu überwinden.

Das Timing der Bündner stimmt. Mit ihrem schnörkellosen Auftritt in Zürich demonstrierten sie ein weiteres Mal, dass mit ihnen in der entscheidenden Phase der Meisterschaft zu rechnen ist. Die Lions dominierten optisch vor über 11’000 Zuschauern zwar phasenweise, für die Big Points sorgten indes ausschliesslich die Gäste.

Derweil der dreifache Meister-Keeper Leonardo Genoni nahezu alle heiklen Szenen im eigenen Slot bereinigte, leistete sich die Zürcher Defensive zu viele Fehler. Dick Axelsson (22.), Topskorer Perttu Lindgren (34.) und Captain Andres Ambühl (44.), die ausnahmslos überzeugenden HCD-Leader, sorgten für die Zäsur.

Und im Vergleich zum Spektakel 24 Stunden zuvor (5:6) gewährte der Titelhalter den Lions kein spätes Comeback mehr, die erst sechste Niederlage im 25. Heimspiel war von der Nummer 1 der Qualifikation nicht mehr abzuwenden.

Telegramm:

ZSC Lions – Davos 1:4 (0:0, 1:2, 0:2)

11’088 Zuschauer. – SR Fischer/Massy, Fluri/Wüst. – Tore: 22. Axelsson (Heldner) 0:1. 29. Herzog (Nilsson, Matthews) 1:1. 34. Lindgren (Marc Wieser) 1:2. 44. Ambühl (Kessler) 1:3. 59. (58:08) Lindgren (Setoguchi) 1:4 (ins leere Tor). – Strafen: je 4mal 2 Minuten. – PostFinance-Topskorer: Nilsson; Lindgren.

ZSC Lions: Schlegel; Rundblad, Geering; Blindenbacher, Siegenthaler; Seger, Phil Baltisberger; Karrer; Keller, Matthews, Nilsson; Herzog, Shannon, Suter; Chris Baltisberger, Cunti, Wick; Künzle, Trachsler, Schäppi; Malgin.

Davos: Genoni; Heldner, Forster; Du Bois, Rampazzo; Schneeberger, Paschoud; Guerra, Jung; Kessler, Walser, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Setoguchi, Aeschlimann; Dino Wieser; Simion, Schläpfer, Jörg.

Bemerkungen: ZSC ohne Bergeron, Foucault, Bärtschi (alle überzählig), Schnyder, Flüeler, Fritsche (alle verletzt), Davos ohne Sciaroni, Corvi (beide verletzt), Picard (krank), Egli (überzählig), Paulsson (gesperrt). ZSC ab 57:04 bis 58:08 ohne Goalie.

(SDA)


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