Zu sexy für die Wetterprognosen

Da bekommt die Moderatorin das Jäckli.
Da bekommt die Moderatorin das Jäckli. © Screenshot Youtube
Die Amis, die spinnen: Als eine amerikanische Wetter-Moderatorin im engen schwarzen Kleid über Regen und Sonne plauderte, erschien plötzlich ein Mann mit einem Pulli im Bildschirm. Er kam nicht, weil sie kalt hatte, sondern weil ihr Kleid den Zuschauern zu freizügig war.

“Es sieht aus, als würde die Moderatorin direkt vom Partymachen ins Studio kommen”, schrieb beispielsweise ein Zuschauer des Senders KTLA in Los Angeles. Ein anderer meinte: “Ein Produzent darf dieses Auftreten einer seriösen Wetter-Moderatorin nicht dulden.” Dieses Cocktail-Kleid gehe gar nicht.

 

Die vielen bösen, zum Teil richtig wütenden, Kommentare der Zuschauer führten dazu, dass der Produzent, der armen Liberté Chan mitten in der Sendung ein graues Strickjäckchen reichte. “Ist das für mich? Muss ich das anziehen”, meinte diese völlig verdattert. “Wir haben E-Mails bekommen”, sagte der Produzent. Die Moderatorin zog die Jacke an und nahm das ganze mit Humor: “Ich sehe aus wie eine Bibliothekarin.” “Wie eine Bibliothekarin, die von einer Cocktail-Party kommt”, meint der Nachrichten-Sprecher. Die Sendung geht weiter, mit Jäckli.

Nach der Sendung geht die Aktion schnell viral. Unter dem #sweatergate machen sich Menschen auf der ganzen Welt für Chan stark. Es wird heftig darüber diskutiert, ob das Ganze denn nun sexistisch war, ob der Sender sich so sehr von den Zuschauern beeinflussen liess und sie deshalb zwang, dass Outfit zu ändern.

Die Moderatorin selbst konnte die ganze Diskussion um ihr Kleid nicht verstehen: “Das andere Kleid hat nicht gepasst, darum musste ich dieses nehmen”, sagt sie. Es könne doch nicht sein, dass ein Kleid eine solche Reaktion auslöse. Es sei traurig, dass die Menschen mehr auf die Kleidung achten, als darauf, was sie im Fernsehen über das Wetter erzähle.

Auf Twitter schrieb sie: “Ich habe einen Feuersturm erlebt nach dem #sweatergate… Und habe das von einem heimlichen Verehrer erhalten.”

 


Für Miss Wetterfrau schien dann letzten Endes doch die Sonne. Trotzdem werden sich die Menschen wohl auch in Zukunft eher dem heissen Zonen widmet, statt sich um Kaltfronten zu kümmern. Dass Wetterprognosen alles andere als langweilig sind, beweisen auch diese Beispiele…

…wenn zum Beispiel plötzlich eine Katze daher stolziert kommt:

 

…oder eine plötzlich födleblutt moderiert:

 

 

…wenn es sich lohnt an den Pimmel zu schauen:

 

 

…ja, blöd, wenn man plötzlich auf Sendung ist:

 

(abl)


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