Zuckerberg kündigt nach Manipulations-Vorwurf Untersuchung an

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat eine Untersuchung angekündigt. Es geht um Vorwürfe, Facebook habe den Nachrichtenfluss nach politischen Kriterien manipuliert.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat eine Untersuchung angekündigt. Es geht um Vorwürfe, Facebook habe den Nachrichtenfluss nach politischen Kriterien manipuliert. © KEYSTONE/EPA/PETER DaSILVA
Nach Vorwürfen der Nachrichten-Manipulation auf Facebook hat Firmenchef Mark Zuckerberg eine Untersuchung dazu angekündigt. Der 31-Jährige schrieb am Donnerstag in dem sozialen Netzwerk, bislang seien für die erhobenen Anschuldigungen keine Beweise gefunden worden.

“Aber wenn wir etwas finden, das gegen unsere Prinzipien verstösst, versichere ich Ihnen, dass wir zusätzliche Schritte einleiten werden”, schrieb Zuckerberg.

Der Tech-Blog Gizmodo hatte am Montag mit einem Bericht über die Zusammenstellung der Nachrichtentrends auf Facebook für Wirbel gesorgt. Darin erhob ein anonymer früherer Betreuer der Trends den Vorwurf, Artikel konservativer Medien sowie Stimmen aus dem konservativen politischen Lager würden bei Facebook gezielt unterdrückt.

Zumindest bei der in den USA populären Nachrichten-Rubrik “Trending Topics” hätten freie Facebook-Mitarbeiter bewusst politisch konservative Berichte unterdrückt und Themen aus dem linken Spektrum hochgejubelt, behauptete Gizmodo. Daraufhin verlangte der Handelsausschuss des Senats von Facebook Aufklärung darüber, wie die Nachrichtentrends zusammengestellt werden.

Das Facebook-Management hatte bereits unmittelbar nach Erscheinen des Gizmodo-Berichts erklärt, das Unternehmen habe “strenge Richtlinien”, um die Neutralität des Nachrichtenangebots zu sichern. Demnach wird die Zusammensetzung der Trends durch Algorithmen bestimmt, deren Ergebnisse von einem Team überprüft, aber “nie manipuliert” würden.

Zuckerberg schrieb nun auf Facebook, er plane, “führende Konservative und Vertreter des gesamten politischen Spektrums” einzuladen. In den Gesprächen solle es um die Vorwürfe der Parteilichkeit auf Facebook gehen.

(SDA)


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