Basels Rückkehr in den Ligamodus

Kann er seinen Spielern nach dem Derby gegen GC Applaus spenden? FCZ-Trainer Uli Forte
Kann er seinen Spielern nach dem Derby gegen GC Applaus spenden? FCZ-Trainer Uli Forte © KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
Zürich und Basel, die Nummern 2 und 3 der Super League, können mit Heimsiegen in den Partien vom Samstag (Anpfiff um 19 Uhr) den Druck auf Leader YB hochhalten. Im Letzigrund werden sich der FCZ und die Grasshoppers zum 248. Mal duellieren.

Die Begegnung ist diesmal darum besonders interessant, weil der Aufsteiger den Young Boys auf den Fersen ist und weil die Grasshoppers in den fünf Ligaspielen unter Murat Yakin klare Aufwärtstendenz zeigten.

Das erste Kräftemessen der Saison mit GC in der 1. Runde hatte mit einem 2:0 für den klar überlegenen Aufsteiger FCZ geendet. So deutlich dürfte das Verdikt diesmal nicht mehr ausfallen. GC wirkt gefestigter, Goalie Heinz Lindner blieb unter Yakin schon zweimal ohne Gegentor (beim 3:0 in Lugano und beim folgenden 0:0 gegen Basel). In den letzten Partien sah Yakin gute Ansätze. «Nun müssen wir das Wettkampfglück noch etwas mehr erzwingen.» Yakin erwartet einen heissen Tanz. «Wer den ersten Fehler ausnutzen kann, ist sicherlich im grossen Vorteil», glaubt er.

Der FCZ liegt nach dem Patzer der Young Boys vor der Nationalmannschaftspause in Lausanne nur noch zwei Punkte hinter dem Leader zurück. Entsprechend klar ist die Devise von Uli Forte vor dem Trainerduell mit seinem guten Kollegen Yakin: «Wir wollen uns festsetzen und orientieren uns nach oben.» Die Grasshoppers nimmt er als stark verbessert wahr. «Sie stehen sehr gut und lauern auf Konter. Ein grosses Pressing erwarte ich aber nicht.»

Basels Trainer Raphael Wicky würde das Wort «Pflichtaufgabe» nie in den Mund nehmen, wenn es um den Vergleich mit einem Ligakonkurrenten geht. Und doch dürfte Thun (holte in den letzten drei Spielen in Basel stets ein Unentschieden) für den FCB nach Papierform kein Gegner sein, der ihn vor unlösbare Probleme stellt. Das Problem ist: nach den letzten beiden Champions-League-Auftritten bekundete Basel jeweils Schwierigkeiten. Das Duell im Cup in Chiasso (nach Manchester) endete mit einem mühevollen 1:0, jenes in der Super League gegen GC (nach dem 5:0 gegen Benfica) torlos.

Kein Wunder, dass Wicky warnt: «Nach Europacup-Spielen ist es jeweils besonders schwierig. Wir müssen unbedingt nachlegen, die Meisterschaft bleibt der wichtigste Wettbewerb.» Dass der FCB nach dem 2:0-Sieg bei ZSKA Moskau erst am Donnerstagabend um 22 Uhr, also keine 45 Stunden vor dem Anpfiff gegen Thun, wieder in Basel gelandet ist, erachtet Wicky nicht als Problem. «Wir haben die Zeit einfach anders genutzt als bei anderen Auswärtsspielen. Die Mannschaft konnte ausschlafen, sie konnte sich im Hotel gut erholen, die zweite Gruppe hat in Moskau vor dem Abflug trainiert.»

(SDA)


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