Züri Fäscht 2016 ist gestartet

Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch posiert an der offiziellen Eröffnung des Züri Fäschts mit einer Plastikgitarre.
Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch posiert an der offiziellen Eröffnung des Züri Fäschts mit einer Plastikgitarre. © KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Das Züri Fäscht 2016 ist gestartet: Stadtpräsidentin Corine Mauch und OK-Präsident Ralph Kühne haben das dreitägige “Fest der Feste” auf dem Balkon des Opernhauses eröffnet.

Das Areal ist diesmal grösser, es gibt ein drittes Feuerwerk und mitten in der Nacht fährt der Zürcher Verkehrsverbund im Viertelstundentakt. Das Züri Fäscht sei ein Fest der Superlative, sagte die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, als sie den dreitägigen Grossanlass am Freitagabend vom Balkon des Opernhauses aus eröffnete.

Dabei stehe aber nicht einfach nur die Grösse im Vordergrund: “Zürich setzt auch auf Qualität.” Das beginne beim Programm und Angebot und reiche bis hin zur Nachhaltigkeit. “Das ist uns wichtig.”

Zürich sei eine vielfältige, weltoffene und tolerante Stadt. “Das ist ein Grund zum Feiern – nicht alleine für uns, sondern zusammen mit Besucherinnen und Besuchern von ausserhalb und gemeinsam mit Gästen aus dem Kanton, der ganzen Schweiz und dem Ausland.”

Zur Fest-Eröffnung fuhr auch die Stadtmusik Zürich auf dem Sechseläutenplatz vor – auf einem Love-Mobile. Dies als Hommage an den zweiten Zürcher Grossanlass, die Street Parade. Diese feiert am 13. August ein Jubiläum: Sie wird zum 25. Mal stattfinden.

Das Harmonie-Blasorchester spielte auf dem Wagen ihre eigenen Versionen von verschiedenen elektronischen Tracks. DJ MR. Da-Nos untermalte die Pauken- und Trompetentöne der Stadtmusik elektronisch. So gab es – natürlich – einen mit Bässen unterlegten Sechseläutenmarsch.

Das Züri Fäscht, das als grösstes Fest der Schweiz gilt, ist 2016 noch grösser geworden: Das Festareal umfasst neu unter anderem auch die Bahnhofstrasse und den Paradeplatz. Dank der Erweiterung sollen die anderen zentralen Plätze und Strassen, die teilweise nur noch einseitig mit Marktständen bestückt wurden, vom Gedränge entlastet werden.

Um die Besucherspitzen zu brechen und die Zuschauermassen besser zu verteilen, sind neu auch drei statt zwei Feuerwerke eingeplant. Am Freitag steht ein poppiges Feuerwerk auf dem Programm (22.30-23.00 Uhr), am Samstag zunächst ein mit Songs aus Disneyfilmen begleitetes (22.30 bis 22.50 Uhr), danach ein mit Rockmusik unterstütztes (1.30 bis 1.50 Uhr).

In der Zürcher Innenstadt stehen insgesamt 60 Bühnen, auf denen bis Sonntagabend Konzerte und Aufführungen stattfinden. Zudem locken 130 Festwirtschaften, über 300 Markt- und Foodstände und eine grosse Chilbi mit rund 70 Schaustellerbetrieben.

Auch rund um das Fest ist alles vorgesorgt, damit der Grossanlass reibungslos über die Bühne gehen kann. So betreibt etwa Schutz & Rettung insgesamt acht Behandlungsstellen und setzt mehrere mobile Sanitätspatrouillen ein.

An jedem der drei Festtage stehen durchschnittlich 280 zusätzliche Mitarbeitende aus allen Bereichen von Schutz & Rettung – unter anderem Sanität, Berufs- und Milizfeuerwehr, Feuerpolizei und Zivilschutz – im Einsatz.

Das OK des Züri Fäschts hat zudem mehr mobile WC-Anlagen aufstellen lassen. Es sind nun 580 Einheiten, 180 mehr als bei der letzten Austragung vor drei Jahren.

Während des Züri Fäschts sind die öffentlichen Verkehrsmittel im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) rund um die Uhr im Einsatz. Die S-Bahnzüge und die Regionalbusse verkehren in den Festnächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag die ganze Nacht hindurch.

Bis drei Uhr morgens wird der Spezialfahrplan gar noch durch weitere Zusatz-S-Bahnen verdichtet – gemäss ZVV entsteht so auf vielen Linien ein Viertelstundentakt.

Das scheint bei den insgesamt über zwei Millionen erwarteten Festbesuchern auch nötig zu sein: So weist der ZVV darauf hin, dass insbesondere nach den beliebten Feuerwerken am Bahnhof Zürich-Stadelhofen und an den Tramhaltestellen wegen des Andrangs mit Wartezeiten zu rechnen sei.

Für jene, die nicht warten wollen, hat der ZVV einen einfachen Tipp: “Es empfiehlt sich, die Feststimmung ein bisschen länger zu geniessen und etwas später ohne Gedränge heimzureisen.”

Aber vorerst denkt noch kein Festbesucher ans Heimgehen: Zürich sei nun drei Tage im Fest-Fieber und in Fest-Stimmung, sagte Stadtpräsidentin Mauch zur Eröffnung. “Das Züri Fäscht wird auch 2016 ein eindrücklicher und fröhlicher Anlass werden.”

(SDA)


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