Zug fehlte Kraft und Disziplin

Zugs Trainer Harold Kreis steht mit seinem Team erneut kurz vor dem Ausscheiden
Zugs Trainer Harold Kreis steht mit seinem Team erneut kurz vor dem Ausscheiden © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
In Zug könnten schon bald die Lichter für diese Saison ausgehen. Die Innerschweizer verlieren auch das zweiten Heimspiel gegen Lugano, diesmal deutlich mit 2:5, und liegen in der Serie 0:3 hinten.

Bereits in die erste Drittelspause wurden die Zuger von der Mehrheit der erneut 7015 Zuschauer im Zuger Eisstadion mit Pfiffen eingedeckt. Im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen, in denen sie auch Pech bekundet hatten, waren die Zuger den Tessinern in Spiel 3 in allen Belangen unterlegen. Bereits nach gut fünf Minuten lagen sie 0:2 im Rückstand – und ein kurzes Aufbäumen im Mitteldrittel machten sie mit Disziplinlosigkeiten gleich selber wieder zu einem Muster ohne Wert.

Der Anschlusstreffer durch PostFinance-Topskorer Pierre-Marc Bouchard in der 36. Minute im ersten Powerplay des Spiels war durchaus verdient, da sich die Zuger im Mitteldrittel leicht gesteigert hatten. Statt bis zum Ende des Mitteldrittels das Erreichte zu konsolidieren oder allenfalls sogar noch den Ausgleich zu erzielen, fiel jedoch eine Vorentscheidung für die Bianconeri. Zwei Fouls der Zuger in der offensiven Zone nutzten die Luganesi zu zwei Toren durch Tony Martensson und Philippe Furrer.

Mit dem 4:1 war eine Vorentscheidung gefallen, zumal Bouchard aus Frust über das gegen ihn gepfiffene Foul den Puck in die Ecke knallte und in der Folge nach einer Disziplinarstrafe am Ende des zweiten und zu Beginn des dritten Abschnitts zehn Minuten die Strafbank wärmte. Je ein Tor im Schlussdrittel war nur noch Resultatkosmetik.

Nach der dritten Niederlage dürfte der Qualifikationsvierte Zug auch in der zweiten Saison mit Harold Kreis an der Bande in den Viertelfinals ausscheiden. Sein Vorgänger Doug Shedden, der in Lugano im Lauf der Saison den jetzigen Nationalcoach Patrick Fischer abgelöst hatte, steht hingegen kurz davor, die Tessiner zum ersten Mal seit dem letzten Meistertitel zum Sieg in einer Playoff-Serie zu führen.

Zug – Lugano 2:5 (0:2, 1:2, 1:1)

7015 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Koch, Abegglen, Mauron. – Tore: 2. Vauclair (Klasen, Pettersson) 0:1. 6. Bertaggia (Brunner) 0:2. 36. Bouchard (Grossmann, Immonen/Ausschluss Hirschi) 1:2. 39. (38:07) Martensson (Klasen/Ausschluss Bouchard) 1:3. 40. (39:38) Furrer (Ausschluss Peter plus weitere Strafe angezeigt) 1:4. 43. Sannitz 1:5. 55. Blaser (Lüthi) 2:5. – Strafen: 3mal 2 plus 10 (Bouchard) Minuten gegen Zug, 2mal 2 plus 10 (Lapierre) Minuten gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Bouchard; Klasen.

Zug; Stephan; Ramholt, Grossmann; Schlumpf, , Alatalo; Lüthi, Blaser; Martschini, Immonen, Bouchard; Rapuzzi, Holden, Suri; Bürgler, Diem, Schnyder; Senteler, Peter, Sieber; Zangger.

Lugano: Merzlikins; Chiesa, Furrer; Hirschi, Vauclair; Kparghai, Sartori; Pettersson, Martensson, Klasen; Brunner, Hofmann, Bertaggia; Sannitz, Lapierre, Walker; Kostner, Fazzini, Reuille; Morini.

Bemerkungen: Zug ohne Lammer, Erni, Morant (alle verletzt) und Sondell (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Kienzle, Steinmann, Ulmer (alle verletzt) und Stapleton (überzähliger Ausländer). Pfostenschüsse: Bürgler (9.); Fazzini (16.).

(SDA)


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